HERBST 1988
Anlässlich des Wettbewerbs zur städtebaulichen Neugestaltung des Leipziger Stadtzentrums wird durch ein Team von Architekten und Künstlern erstmals öffentlich die Forderung nach Freilegung von Pleiße- und Elstermühlgraben erhoben.
4. JUNI 1989
Vom christlichen Arbeitskreis Welt-Umwelttag (AKW) Leipzig wird die Publikation "Die Pleiße" herausgegeben, die besonders kritisch die ökologische Situation des Flusses reflektiert, und der Pleißepilgerweg durchgeführt.
7. UND 14. OKTOBER 1989
Umfangreiche Reinigungsaktion des Elstermühlgrabens unter Beteiligung von Bürgern des Waldstraßenviertels, der Umweltgruppe des Kulturbunds, Mitgliedern der Trinitatisgemeinde und der Oberflussmeisterei Leipzig
Aktion "Pleiße ans Licht" - im November 1990, Markierung des überwölbten Pleißemühlgrabens an der WundtstrasseJANUAR 1990
Im Rahmen der l. Volksbaukonferenz wird die Sanierung und Freilegung Leipziger Fließgewässer thematisiert und in einen Forderungskatalog aufgenommen
FRÜHJAHR 1990
Gründung des STADT-KULTUR-PROJEKTS Leipzig, eines freien Zusammenschlusses Leipziger Künstler und Architekten (Heinz-Jürgen Böhme, Detlef Lieffertz, Bernd Sikora und Angela Wandelt)
MAI 1990
Ausstellung "Schritt für Schritt - behutsame Stadterneuerung" in der Hochschule für Grafik und Buchkunst, initiiert und veranstaltet durch Leipziger Künstler und die Initiative Leipziger Architekten, mit Forderungen und planerischen Hinweisen zur künftigen Entwicklung der Leipziger Flusslandschaft
7. UND 8. NOVEMBER 1990
Aktion "Pleiße ans Licht"; Markierung des überwölbten Pleißemühlgrabens und Flugblattaktion durch Künstler, Schüler und Umweltgruppen anlässlich der Baufachmesse in Leipzig und des Besuchs der Bundesbauministerin Hasselfeldt
7. BIS 22. NOVEMBER 1990
Ausstellung "PRO LEIPZIG - Ansätze zur behutsamen Stadterneuerung" im Rahmen der Ausstellung des BDA "Orte, Ideen und Entwürfe - 40 Jahre Architektur und Städtebau in der Bundesrepublik" im Messehaus am Markt Leipzig; Forderung, die Öffnung und Neugestaltung der Flüsse als Bestandteil weitreichender städtebaulicher Planungen anzuerkennen.