Förderverein Neue Ufer e.V. Leipzig - Projekt zur Freilegung von Pleiße- und Elstermühlgraben in Leipzig || www.neue-ufer.de

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Projekt zur Freilegung von Pleiße- und Elstermühlgraben in Leipzig


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Liebe Mitglieder, liebe Freunde des Fördervereins NEUE UFER e.V.,
endlich wurde mit den Bauarbeiten an dem Abschnitt des Pleißemühlgrabens (PMG) zwischen Riemann-/Mozartstraße und Beethovenstraße begonnen. Es hat sehr lange gedauert, bis alle Unklarheiten zwischen der Stadt, der das Grundstück gehört, und der Firma Bilfinger+Berger, die die Tiefgarage baut und betreibt und zugleich den PMG freilegt, beseitigt waren. Im soeben neu erschienenen Heft 7 unserer Schriftenreihe wird darüber ausführlich berichtet, auch über die künftige Gestaltung der Garagenoberfläche als großzügige Grünanlage, auf der man später direkt am Wasser der Pleiße lagern kann - frühestens im nächsten Sommer (wenn alles planmäßig verläuft). Dann werden dort auch endlich 300 Parkplätze unterirdisch zur Verfügung stehen.
Bis dahin muss man aber erst die umfangreichen Erd- und Bauarbeiten mit allerlei Verkehrsbeschränkungen ertragen! Die Verpflanzung der 100-jährigen Eibe, über die hier berichtet wird, war der erste Schritt.
Wir dachten, dass es nun auch mit den Arbeiten am Bauabschnitt 8 zwischen Wundt- und Paul-Gruner-Straße losgehen kann, nachdem der städtische Haushalt für 2004 genehmigt war. Aber nun hat die neuerliche Haushaltssperre solche Erwartungen gleich wieder zunichte gemacht! Vor Ende August ist nicht mit neuen Entscheidungen bei der Stadt zu rechnen. Da nach einer positiven Entscheidung immer noch etwa 2-3 Monate vergehen, bevor mit dem Bauen begonnen werden kann, wird es wohl 2004 nichts mehr werden! Wir werden Sie auf dem Laufenden halten! Voraussichtlich wird es mit der Freilegung des Elstermühlgrabens (EMG) zügiger vorangehen - wenn auch in mehreren Jahres-abschnitten - dort läuft jetzt das Planfeststellungsverfahren, über das man sich im Stadtplanungsamt (Neues Rathaus, Zimmer 499) bis zum 18. August informieren kann.
Und am 5. September, 11 Uhr, soll unser nächster "schwimmender Garten" an der Otto-Schill-Straße ins Wasser gelassen werden. Der schon bestehende "Garten" diente im Frühling einer Ente als Brutplatz, sehr zur Freude der Passanten.
Auf einen doch noch schönen Sommer!
Niels Gormsen

Forum Gewässertechnischer Verbund
Ein Informations- und Diskussionsabend zur Entwicklung des gewässertechnischen Verbunds in Leipzig und Umland fand am 24. Juni in der vom Förderverein NEUE UFER aufgebauten Ausstellung "WASSER IN LEIPZIG - nutzen, schützen und erleben" statt. Eingeladen hatte die "Stiftung Bürger für Leipzig", die "ein Podium zur Begegnung und gegenseitigen Information bieten" will für Vereine und interessierte Privatpersonen, die sich mit der Entwicklung der Leipziger Gewässer beschäftigen.
Bei dem Forum wurden Kurzvorträge gehalten über
- Entwicklung der Leipziger Gewässer - aktuelle Projekte und Planungen (A. Zabojnik)
- Gewässerentwicklung und Gewässerverbund im Südraum Leipzig (Dr. S. Raatzsch)
- Aktuelle Projekte zur Öffnung des Pleißemühlgrabens (N. Gormsen)
- Die Verbindung von Karl-Heine-Kanal und Elster-Saale-Kanal-Vision oder realisierbares Projekt? (Dr. S. Heymann)
- Entwicklung eines Gewässertouristischen Informationsleitsystems für Leipzig und Umland (R. Elsässer).
Die Vorträge gaben einen guten Überblick über den derzeitigen Stand der Entwicklung.
In einem umfangreichen Projekt der Stiftung soll ein Gewässertouristisches Informationsleitsystem erarbeitet und realisiert werden. Wie in dem von der Stiftung (Vorsitzender Ralf Elsässer) herausgegebenen Prospekt erläutert ist, soll dieses aus fünf Kategorien von Informationselementen bestehen, die je nach Betrachtungsweise aus der Wasser- oder Landperspektive heraus entwickelt werden:

* Typ 1 : Beschilderung der Gewässer, Orientierung bei Verzweigungen, Hinweise für den Bootsverkehr
* Typ 2 : Bezeichnung von unterquerten Brücken, Hinweise auf Sehenswürdigkeiten im Umfeld der Gewässer
* Typ 3 : Bezeichnung der Gewässer und der Brücken
* Typ 4 : Informationstafeln zur Geschichte der Gewässer, zum Wandel der Bedeutung und zur aktuellen Wasserqualität
* Typ 5 : Ausschilderung von Bootsausleihstellen an geeigneten Stellen im Stadtgebiet

Der Aufbau des Info-Systems soll in den nächsten Jahren schrittweise durchgeführt werden. Priorität haben dabei die bereits heute mit Booten durchgehend befahrenen Gewässer. Für die Realisierung des Vorhabens werden von der Stiftung Mitstreiter und Geldgeber gesucht (T. 0341/9601530/www.buergerfuerleipzig.de)

Erfolgreiche Ausstellung
WASSER IN LEIPZIG - nutzen, schützen und erleben
Die Frage "Wie heißen die ehemaligen Leipziger Wassermühlen" beantwortet ein alter Leipziger, der es noch im Heimatkundeunterricht gelernt hat, mit dem Schüttelreim:
Thomas ging barfuß mit ´ner Nonne über´n Anger. Dies und viel mehr erfuhr man in dieser Ausstellung des Fördervereins NEUE UFER, die vom 3. Juni bis 24. Juli d. J. im Foyer der Dresdner Bank am Dittrichring in Kooperation mit dem UFZ-Umweltforschungszentrum Leipzig-Halle sowie Unterstützung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt durchgeführt und von engagierten Mitgliedern unseres Vereins und der Freiwilligen - Agentur betreut wurde.
Mehrere originale Wasserproben des UIZ von Gewässern in und um Leipzig demonstrierten, dass Wasser nicht gleich Wasser ist. Die erwünschten und schädlichen Trinkwasserbestandteile konnten an einem Tropfenmodell erforscht werden. Historische und aktuelle Informationen mit Bezug auf das Thema der Ausstellung wurden auf zahlreichen übersichtlich gestalteten und mit vorzüglich ausgewählten Reproduktionen von Bildern und Fotos dargestellt, z.B. mit Themen zu Wasserkunst, Abwasser, Fischerei, Rotem Hahn, Hochwasser, Badespaß, Schifffahrt, Brücken, Wohnen am Fluss, Wandlung der Flusslandschaft usw.
Natürlich wurden auch die schon durchgeführten Maßnahmen zur Öffnung des PMG vorgestellt, aber auch die geplanten an PMG und EMG, z.B. Abschnitt Grassi-/Wundtstraße sehr detailliert. Über den dort geplanten Wasserspielplatz haben sich Kinder und Jugendliche Gedanken gemacht und zeigten diese an Modellen.
An Magnetwänden konnte man seine Kenntnisse überprüfen, z.B. welche Fischarten in Leipziger Gewässern leben, wie die Flüsse und Seen in Leipzig heißen bzw. sich wo befinden, ebenfalls Leipziger Flüsse im Oberlauf. Oder "Schätzen Sie mal..."wie viel Regen in Leipzig fällt, Trinkwasser verbraucht wird oder Brücken über Leipziger Gewässer geführt werden, immer mit deutschen und internationalen Vergleichen.
Obwohl bei dieser aktiven Mitwirkung vor allem an Schüler gedacht worden war, prüften sich viele erwachsene Besucher und hatten ihren Spaß daran.
Vom 5. bis 14. August werden Teile der Objekte in den Promenaden/Leipziger Hauptbahnhof ausgestellt. Auch nach Meinung der Redaktion sollte überlegt werden, ob die interessanten Tafeln später in einer Dauerausstellung gezeigt werden sollten, vorzugsweise an einem gut frequentierten Standort. Sicher wäre es auch lohnenswert, eine CD-ROM anzufertigen, die für ein kleines Entgelt verkauft werden könnte.

Mitgliederversammlung vom 02.06.2004 und Vorstandssitzung vom 23.06.2004
Das ausführliche Protokoll der Jahresmitgliederversammlung wird jedem Vereinsmitglied zugesandt; daher werden hier nur weiterführende und ergänzende Aktivitäten beschrieben.
Der bei der Mitgliederversammlung gewählte Vorstand hat sich wie folgt konstituiert:
Vorsitzender Herr Gormsen
Erste Stellvertreter Herr Böhme und Herr Wisniewski
Schatzmeister Herr Seelemann
Schriftführer Herr Krauskopf
Beisitzer Herr Tschense
Herr Fuchshuber
Herr Dr. Wünscher
Herr Hollitzer.
Der Vorstand wird mindestens aller zwei Monate Sitzungen abhalten (nächste Termine 25. August, 20. Oktober). Zu dem Beschluss der Mitgliederversammlung, für den Schwimmenden Garten an der Kunsthalle der Sparkasse Leipzig ein zweites Element in Auftrag zu geben, wurden vom neuen Vorstand weitere Maßnahmen beschlossen und realisiert, insbesondere Angebote eingeholt und ein Zeitplan aufgestellt. Ziel ist, diesen 2. Schwimmkörper am 5. September im Rahmen der "Kulturträger"-Veranstaltungen einzuweihen. Außerdem entschloss man sich einstimmig, entgegen dem von Herrn Boos angedachten Konzept mit 4 Schwimm-Elementen, den Schwimmenden Garten auf die 2 Teile zu beschränken. Zu dem bei der Mitgliederversammlung gemachten Vorschlag, den Slogan unseres Vereins "Pleiße ans Licht" zu aktualisieren, wurde vom Vorstand weiter diskutiert. Herr Böhme wird Vorschläge erarbeiten und in der nächsten Vorstandssitzung vorstellen.
Der Vorschlag, einen Rundgang mit Vereinsmitgliedern zum Thema Elstermühlgraben und Alte Elster zu veranstalten, wird aufgegriffen. Im September soll ein Termin dafür eingeplant werden. Herr Böhme übernimmt die Führung.
Die Baumaßnahme BA 8-Öffnung des PMG zwischen Wundt- und Paul-Gruner-Straße wurde am 07.07.04 bestätigt, so dass mit der Ausschreibung begonnen werden kann. Die Baumaßnahme Tiefgarage zwischen Beethoven und Mozartstraße wird im Juli d. J. begonnen.
Das Planfeststellungsverfahren zum Elstermühlgraben im Bereich ehemaliger Ranstädter Steinweg und zur Kleinen Funkenburg ist noch nicht abgeschlossen.

NEUE UFER Heft Nr. 7 erschienen
Zeitgleich mit der offiziellen Eröffnung der Ausstellung "WASSER IN LEIPZIG - nutzen, schützen und erleben" am 02.06. d. J. erschien eine neue Ausgabe der NEUE UFER - Hefte.
In bewährter Konzeption und Gestaltung durch H.-J. Böhme und Th. Liebscher werden interessante, die Leipziger Wasserlandschaft betreffende Fakten aus alten und neuen Zeiten vorgestellt, als Schwerpunkt aber Vorhaben, die vor kurzem verwirklicht worden sind oder demnächst werden sollen, u. a.

* Der Simsonplatz
* Experimentelle Kinder- und Bürgerbeteiligung macht Appetit auf mehr
* Der Pleißemühlgraben (PMG) zwischen Beethoven- und Riemannstraße
* Vorschlag : Mendelssohnufer
* Autos unter die Erde und Pleiße ans Licht - Das neue Parkhaus im Musikviertel
* Innerstädtisches Wohnen am Wasser des PMG zwischen Simson- und Lampestraße
* Beliebigkeit als Entscheidungsträger ?
* Nachhaltige Stadtentwicklung - ein fakultativer fächerübergreifender Wahlgrundkurs in Leipziger Gymnasien
* HaZweiOh-Preis für den Pleißeweg
* Flussbegrünung ("Schwimmender Garten")
* Geborgen und gesichert
* Elster ans Licht
* Erlebbares Wasser und eine vergebene Chance
* Die neue Heilige Brücke
* Heiliger Ort oder heilige Schwestern ?
* Die Roßbach-Villa wird zum Haus ohne Barrieren
* Der Elstermühlgraben (EMG)
* Der EMG wird geöffnet
* Die Überwölbung des EMG am Ranstädter Steinweg
* Erste Sanierungsarbeiten am EMG
* Die Alte Elster - unerwartete Rückkehr eines Flusses
* Flurkartenatlas für PMG und EMG
* Ufer-Mix, u.a. Sonderpreis für Öffnung des PMG (Renault Traffic Design Award), Wasserfledermäuse an der Jacobstr.

Das Studium dieser ausgezeichneten, informativen, ganz aktu-ellen Lektüre ist lohnenswert !
64 Seiten A 4 Kosten 6,- €

100-jährige Eibe verpflanzt
Als Vorleistung zum geplanten Bau der 3-geschossigen Tief-garage zwischen Beethoven- und Mozartstraße östlich des Neubaus der Geisteswissenschaftlichen Fakultät der Universität Leipzig und der Freilegung des weiteren Abschnitts des Pleißemühlgrabens entlang der Lampestraße ist im Mai d. J.eine über 100 Jahre alte Eibe fachgerecht ausgehoben, verpflanzt und mit Seilen stabilisiert worden. Sie befand sich in der dreieckig gestalteten Grünanlage an der Spitze Beethoven-/Simsonstraße und wurde wahrscheinlich nach der Fertigstellung des ehemaligen Reichsgerichts (d. h. nach 1895) gepflanzt. Der neue Standort der Eibe ist im Clara-Zetkin-Park südlich der Gebäude des Meisterbereichs 2 der Abteilung Grünanlagen (nahe der Rennbahn Scheibenholz).
Wollen wir den Initiatoren dieser außergewöhnlichen Umpflanzung danken! Verständlicherweise hat der "operative Eingriff bei der alten Dame" Folgen: ein großer Teil der Nadeln ist bräunlich gefärbt. Wir hoffen, dass der Baum trotzdem gut anwächst und den Parkbesuchern viel Freude bereitet, aber auch den Eichhörnchen und den zahlreichen Vögeln noch weitere Jahrzehnte guten Unterschlupf bietet.

Namensgebung
Zum diesjährigen Tag des Auwaldes wurde ein neuer, bedeu-tungsvoller Graben "getauft", der unmittelbar östlich der Gustav-Esche-Straße den Burgauenbach mit dem Bauern-graben verbindet, welcher wiederum der Alten Luppe dasdringend benötigte saubere Wasser spendet.Nach dem Aufruf des Amtes für Umweltschutz an die Bürger,einen Namen vorzuschlagen, waren alle sehr gespannt auf dieNamenswahl. Der geheimnisumwitterte Namen lautet ganzunspektakulär: L e u t z s c h e r V e r b i n d u n g s g r a b e n.

 

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