Förderverein Neue Ufer e.V. Leipzig - Projekt zur Freilegung von Pleiße- und Elstermühlgraben in Leipzig || www.neue-ufer.de

Größe: [+]
Projekt zur Freilegung von Pleiße- und Elstermühlgraben in Leipzig


Aktuelle Seiten-Auswahl:

Inhalt der Seite || nach oben springen || Zur Startseite

Liebe Mitglieder und Freunde des Fördervereins NEUE UFER
Leipzig e.V.

Im vergangenen Jahr gab eine Reihe von Jubiläen Anlass, auch über die Anfänge des Vorhabens NEUE UFER nachzudenken.
Immerhin sind die Gewässer wieder ins Stadtbild und ins öffentliche Bewusstsein gerückt und haben – mit Ausnahme der Parthe – einen neuen Status erlangt. Bisher Erreichtes kann jedoch die Ansprüche an die laufenden oder vor uns stehenden Aufgaben nicht relativieren. So muss etwa die Planung des Elstermühlgrabens kritisch hinterfragt werden.
Das Projekt Simson- und Lampestraße, das heißt die Vorbereitung zur Aufwertung des öffentlichen Raums, einschließlich der Freilegung des Pleißemühlgrabens, ist leider auf der Ebene der Verwaltung noch immer nicht in Gang gekommen. Auch über den Dittrichring wird kurz berichtet, bei dem sich 2009 baulich ebenfalls nichts getan hat.
Noch ein Letztes: Die LVB-Haltestelle am Neuen Rathaus wurde im Jahr 2009 behindertengerecht umgebaut. Dabei wurden die Gleise völlig neu verlegt. Hier verläuft der Pleißemühlgraben teilweise unter der Straße, er lässt sich nicht freilegen, ohne in den Straßenraum einzugreifen. Das wurde uns, als wir vor zehn Jahren bei der Stadt danach fragten, klar gemacht – die Straße sei erst kürzlich neu gebaut, da könne man nun nichts mehr tun. Und nun, zehn Jahre danach, die gleiche Situation.
Freilich ist die Flussfreilegung an dieser Stelle ein deutlich größeres Projekt als der Haltestellenumbau, dennoch sei auch hier der Stadtratsbeschluss von 1992 zur Öffnung der Mühlgräben in Erinnerung gerufen.
Mit vielen guten Wünschen für das Jahr 2010.
Niels Gormsen, Ehrenvorsitzender

Bild wird nachträglich eingestellt

Pleißemühlgraben gegenüber dem Neuen Rathaus um 1910

Simson - und Lampestraße: Amtsarroganz statt Bürgernähe

Am 4. Juni 2009 fand auf Initiative des Fördervereins ein Gespräch mit dem Beigeordneten für Umwelt, Sport und Sicherheit, Heiko Rosenthal, zur Sanierung des öffentlichen Raums und zur Öffnung des Pleißemühlgrabens im Bereich Simson- und Lampestraße statt. Die Vertreter des Fördervereins plädierten aufgrund der Komplexität der anstehenden
Bauaufgabe für die Entwicklung eines ressortübergreifenden Projekts, um einem der interessantesten gründerzeitlichen Straßenensembles Leipzigs zeitnah wieder zu einem würdigen Aussehen zu verhelfen.
In diesem Zusammenhang ging es darum, die dem Verein für eben diesen Flussabschnitt in Aussicht gestellten Finanzspenden in sechsstelliger Höhe zu binden und schnellstmöglich für einen konkreten planerischen Vorlauf in Anspruch zu nehmen. Dazu sollte die Stadtverwaltung eine klare Aussage machen, als Zeichen für ein gemeinsames und abgestimmtes Handeln in dieser Sache, sowie zur Legitimation des Fördervereins für den Empfang und den koordinierten Einsatz dieser Spenden. Bürgermeister Rosenthal sagte Rückinformation bis spätestens Ende Juni zu. Diese steht, trotz unserer Nachfragen vom 27. Juli und vom 24. Oktober 2009, bis heute aus!
Worin der Grund für diese brüskierende Ignoranz liegt, ist nicht erkennbar.
Setzt das in Sonntagsreden von Politikern stets mit blumigen Worten gewünschte
bürgerschaftliche Engagement tatsächlich ein, wird es, wie auch weitere Beispiele zeigen, offenbar von einigen als ausgesprochen lästig empfunden.
Heinz-Jürgen Böhme

Parthe – Der Natur auf der Spur

Die Landestalsperrenverwaltung hat in den Umbau der steinernen
Sohle und die Pseudomäandrierung der Parthe in der Inneren Nordvorstadt einen Millionenbetrag investiert und damit, ohne Einspruch oder alternative Ideen der Stadt, den Kanalcharakter weiter verfestigt.
Selbst in den denkmalgeschützten Bereich – ein Gedenkstein erinnert an die Juden, die im November 1938 hier im Flussbett von den Nazis zusammengetrieben wurden – durfte verändernd eingegriffen werden.
Nur wenige Meter weiter, jenseits der Pfaffendorfer Brücke, gelten die höchst fragwürdigen Begründungen für den betonierten Flussausbau nicht mehr, gemäß dem Zoo-Slogan „Der Natur auf der Spur“, sind ab hier grüne Ufer geradezu Programm.
Inzwischen gab es eine ganze Reihe von Aktivitäten (u.a. einen Workshop des Bundes Bildender Künstler Leipzigs und das Aktionsfestival „zwischengrün“) mit dem Ziel, den Fluss und sein Umfeld ins öffentliche Bewusstsein zu rücken und für bestehende Werte und für die notwendige Grünverbindung zwischen Paunsdorf/Schönefeld und dem Rosental zu sensibilisieren.
Einen Schwerpunkt bildet hierbei die Bahnbrache westlich vom Hauptbahnhof mit ihrem Hochufer und den noch bestehenden grünen Inseln im Uferbereich. Schon heute zeigen sich die Teilnehmer gelegentlicher Führungen in diese Terra incognita fasziniert vom Reiz der ehemaligen Bahnanlagen und vom Stadtpanorama aus ungewohnter Sicht.
Den meisten erschließt sich schnell, welches Potential in dieser seit mehr als hundertfünfzig Jahren vergewaltigten Parthe-Landschaft schlummert und dass es kreativer Impulse bedarf, um hier endlich eine verträgliche Entwicklung in Gang zu bringen.
Heinz-Jürgen Böhme

Bild wird nachträglich eingestellt

Lichtinstallation KEIMZEIT von Heinz-Jürgen Böhme, realisiert 2009 an der Parthe zwischen Bahnbrache und Berliner Straße. Foto: Swen Reichhold

Öffnung Elstermühlgraben – 2. und 3. Bauabschnitt

Anlässlich der Mitgliederversammlung im Juni 2009 wurde im Jahresbericht des Vorstandes bereits ausführlich auf die Aktivitäten des Fördervereins im Zusammenhang mit der Planung für die Öffnung des 3. Abschnitts des Elstermühlgrabens eingegangen. Die Arbeitsrunden auf Einladung von Frau Kunath, Leiterin des Amtes für Stadtgrün und Gewässer, von Ende
2008 bis März 2009 wurden bis zum Ende des vergangenen Jahres nicht wieder aufgenommen.
Zur Erinnerung soll nochmals festgehalten werden, dass die Vertreter des Vereins für die durch den Planungsbeschluss festgelegte Sanierung der noch vorhandenen denkmalgeschützten Ufermauern aus Natursteinen entlang des Nordufers plädierten. Anliegen war es weiterhin, eine stärker begrünte und für die Nutzer differenziert gestaltete Uferzone zu erreichen, die einen großen Erlebniswert aufweisen soll. Es wurde von uns bekräftigt, dass eine ausschließlich an ökonomischen Parametern orientierte Planung den baukulturellen Ansprüchen an die Öffnung des Elstermühlgrabens in den wertvollen, weitgehend intakten Gründerzeitquartieren nicht gerecht werden kann. Zu den in den Arbeitsrunden kontrovers diskutierten verschiedenen Ausbau- und Gestaltungsvarianten liegen uns keine offiziellen Ergebnisse vor. Es ist uns bisher nicht gelungen, trotz mehrfacher Nachfrage dazu konkrete Aussagen zu erhalten. Demnach ist es uns auch nicht möglich zu beurteilen, in wieweit unsere Hinweise und Vorschläge bei der weiteren Planung Berücksichtigung gefunden haben. Der Vorstand empfindet es äußerst befremdlich, dass auch die schriftlichen Anfragen seit Monaten unbeantwortet geblieben sind.
Die Ignoranz, die den Aktivitäten des Vorstandes von Seiten der Verwaltung entgegengebracht wird, ist unglaublich! Bisher ist nur bekannt, dass der Fördermittelbescheid zur Weiterführung des Vorhabens noch nicht vorliegt.
Für den 2. Bauabschnitt der Öffnung des Elstermühlgrabens kann festgestellt werden, dass die Arbeiten am Ausbau des Grabens weiter voranschreiten und die Realisierung der Schreberbrücke begonnen hat. Beide Vorhaben sollen Mitte dieses Jahres abgeschlossen sein.
Da es leider bisher keine eindeutigen Beschlüsse des Stadtrates zur Realisierung des Stadthafens gibt, werden voraussichtlich für Teile des Mühlgrabens (z.B. Umfeldgestaltung, Hafeneinfahrt) Provisorien errichtet, die erst im Zuge des Ausbaus des Stadthafens zurückgebaut werden können. Auch der Neubau der Westbrücke ist wegen des fehlenden Fördermittelbescheids um mindestens ein Jahr verschoben.
Zu den Brückennamen hat es zwischenzeitlich innerhalb des Stadtrates folgende Entscheidungen gegeben:
Die neue Fußgänger- und Radwegbrücke am neuen Wehr erhält den Namen „Blüthnersteg“.
Der Name erinnert daran, dass auf dem angrenzenden Areal die 1853 gegründete Pianofortefabrik von Julius Blüthner bestand.
Die Umbenennung der Westbrücke in Friedrich-Ebert-Brücke wurdevom Stadtrat abgelehnt, so dass der alte Name „Westbrücke“ erhalten bleibt. Die Brücke im Verlauf der Schreberstraße wird den Namen „Schreberbrücke“ behalten.
Angela Wandelt

Bild wird nachträglich eingestellt

Bauabschnitt 2: Das neu betonierte Flussbett für den Elstermühlgraben an der Friedrich-Ebert-Straße. Rechts, an der Roßbach-Villa, ist die historische Natursteinmauer erkennbar. Foto: Heinz-Jürgen Böhme

Abgelehnter Antrag zur Förderung eines Schülerprojektes

Die sächsische Staatskanzlei hatte ein Programm zur Förderung von Aktivitäten zur Erinnerung an den 20. Jahrestag der friedlichen Revolution im Jahr 1989 und der deutschen Einheit im Jahr 1990 aufgelegt.
Wir hatten uns mit einem Schülerprojekt beworben. Am Beispiel der Öffnung der Leipziger Mühlgräben sollte im Ergebnis einer einjährigen Arbeit ein Ausstellungsmaterial entstehen.
In einem ersten Komplex sollten die Umwelt- und Kulturbewegungen Leipzigs zu Zeiten vor und während der friedlichen Revolution und das kontinuierliche Engagement vieler Persönlichkeiten bis heute darstellt werden. In einem zweiten Komplex sollten Vision und Vorschläge für einen Abschnitt erarbeitet werden, um zu zeigen, wie es weitergeht mit der Öffnung der noch geschlossenen Abschnitte der Mühlgräben.
Der Antrag wurde leider mit folgender Begründung abgelehnt:
„Die Bewertung des Projektes erfolgte u.a. nach Gesichtspunkten der regionalen und inhaltlichen Ausgewogenheit sowie der Nachhaltigkeit mit ähnlichen Vorhaben. Auf Grund der nur begrenzt zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel und nach Abwägung aller dafür und gegen das Projekt sprechenden Gesichtspunkte mit den Zielen der Richtlinie konnte Ihr Antrag nicht berücksichtigt werden“.
Wir bedauern das sehr, da mit unserem Projektvorschlag auf die Kontinuität der Arbeit an der
Öffnung der Leipziger Mühlgräben seit der Wende eingegangen und neue Impulse für die zukünftige Arbeit mit jungen Menschen gegeben werden sollte.
Joachim Krauskopf

Ausstellungen

Nach unseren erfolgreichen Ausstellungen in der Industrie- und Handelskammer zu Leipzig sowie im Markkleeberger Rathaus war die Ausstellung an der Helmholtz-Schule in der Zeit vom 24. August bis zum 6. September zu sehen. Die für den Herbst geplante Ausstellung im Bürgerhaus in Borna konnte aus organisatorischen Gründen der Stadtverwaltung Borna nicht stattfinden. Sie ist nun für die Zeit vom 15. März bis 8. April diesen Jahres vorgesehen.
Besonders freut uns, dass wir ab 8. Januar 2010 im Rahmen des Ehemaligen- und Absolventen-treffens des Leibniz Gymnasiums unsere Ausstellung „Wasser in Leipzig“ vorstellen können!
Joachim Krauskopf

Bild wird nachträglich eingestellt

Ökofete im Clara-Zetkin-Park: Die zwischen die Bäume gehängten Info-Tafeln zur Pleiße- und Elstermühlgrabenöffnung fanden wieder großes Interesse. Foto: Joachim Krauskopf

PMG am Dittrichring: Provisorium wird teurer und immer fragwürdiger

Im Mitgliederbrief vor einem Jahr hatten wir umfangreich über den Stand und die Aussichten zur Öffnung dieses Abschnittes geschrieben. Nach einem Jahr sieht es nun doch anders aus. Die Submission zur Vergabe der Leistungen für die Sicherung der Tragkonstruktion des überwölbten Pleißemühlgrabens wurde vor kurzem durchgeführt, aber alle Angebote wurden verworfen, da die Kosten die bisherigen Planungen extrem überschritten.
Deshalb wird nun erneut ausgeschrieben. Nach Auskunft des Tiefbauamtes verschiebt sich damit der Baubeginn voraussichtlich auf Januar 2011.
Die Zusage der Stadt aus dem Schreiben vom 4. Februar 2008 an unsern Verein zum Beginn der Offenlegung im Jahre 2012 kann damit definitiv nicht eingehalten werden.
Daher bekräftigen wir unseren Vorschlag, den Zwischenschritt generell zu sparen und im Sinne des Stadtratsbeschlusses von 1992 unverzüglich mit der Planung der Flussöffnung zu beginnen.
Joachim Krauskopf

Wasserfest im August 2009

Bild wird nachträglich eingestellt

Unser 10-er Kanadier beim Bootskorso.
Foto: Joachim Krauskopf

Wir sind umgezogen

In der 3. Etage des Hauses Otto-Schill-Straße 1 haben wir ab 8. Januar 2010 ein Zimmer im Büro des Aufbauwerkes gemietet. Unsere Adresse bleibt also, aber wir haben eine neue Telefonnummer: 0341 14 07 79 30

Frau Regina Neumann im Büro

Nachdem die ABM-Stelle für Frau Eva Recknagel am 31. Juli letzten Jahres abgelaufen war, bemühten wir uns mit Erfolg um eine Kombilohnstelle.
An der Finanzierung beteiligen sich die Stadt Leipzig, das Land Sachsen, der Bund und auch unser Förderverein. Seit dem 1. September arbeitet Frau Regina Neumann in unserer Geschäftsstelle, zunächst mit einer halbjährigen Probezeit und dann mit einer möglichen Verlängerung auf 3 Jahre.

 

Seitenende || nach oben springen || Zur Startseite