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Projekt zur Freilegung von Pleiße- und Elstermühlgraben in Leipzig


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ABSCHNITT 3:
zwischen Karl-Tauchnitz-Straße und Wächtersteg / Fritz-von-Harck-Anlage
Öffnung des Pleißemühlgrabens | Fritz von Harck | Wasserwalze

1915: Städtebauliche Gesamtsituation an der Harkortstraße mit Pleißemühlgraben und Grünanlage, die seit 1917 den Namen Fritz von Harck trägt1915: Städtebauliche Gesamtsituation an der Harkortstraße mit Pleißemühlgraben und Grünanlage, die seit 1917 den Namen Fritz von Harck trägt

2001: Pleißemühlgraben und Fritz-von-Harck-Anlage kurz vor der Fertigstellung, Aufnahme vom Turm des Neuen Rathauses2001: Pleißemühlgraben und Fritz-von-Harck-Anlage kurz vor der Fertigstellung, Aufnahme vom Turm des Neuen Rathauses
















FAKTEN UND ZAHLEN

Bauherr: Stadt Leipzig, Grünflächenamt

Entwurf/Planung/Baultg.: Stadt Leipzig, Grünflächenamt, H.Schröder, A. Schuhmann, A. Nitzschke

Brunnentechnik: Büro Waterproject

Statik: Büro Lochas

Ausführung: Krahnstöver und Wolf GmbH

Größe des Planungsgebietes: 4.500 qm

Baukosten: 903.000 DM

Finanzierung: 680.000 DM Allianz-Umweltstiftung
+ 223.000 DM Stadt Leipzig

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Im Oktober 1998 faßte der Leipziger Stadtrat den Planungs- und Baubeschluß zur Neugestaltung der Fritz-von-Harck-Anlage. Voraussetzung dafür war eine großzügige Spende der Allianz-Umweltstiftung München, die den wesentlichen Teil der Baukosten für die Anlage und die Gewässeröffnung übernahm.
Im nachfolgenden Abstimmungsprozeß wurde der gewählte Entwurf "Rasenwellen" im Detail verändert, im Winter 1999 ausführungsreif geplant und ab Frühjahr 2000 ausgeführt.
Der Entwurf orientiert sich am Grundriß der gründerzeitlichen Grünanlage, die dem Platz in seiner Entstehungszeit und zur Zeit seiner Namensgebung die prägende Gestalt gab.

Alte Bilder und Postkarten zeigen großzügiges, wohlgeordnetes Ambiente. Die neu entstandene Fritz-von-Harck-Anlage ist jedoch keine Rekonstruktion. Durch Formensprache und Materialwahl ist eine eindeutig zeitgenössische Grünanlage entstanden, die den historischen Entwurf zitiert und auf heutige ästhetische und funktionale Ansprüche übersetzt.

Die Nord-Süd-Achse des Wegekreuzes nimmt Bezug auf die Grünflächen des Reichsgerichtsgebäudes und schafft damit wieder einen räumlichen Zusammenhang zum Simsonplatz. Ein zementgebundener, wasserdurchlässiger Tennenbelag in warmem Gelbton bedeckt die breiten Wege. Einfassungen aus großformatigem, sandgestrahltem Granit fügen sich harmonisch in das Materialkonzept des Areals.

Bezogen auf die Nähe zum Pleißemühlgraben und das Gegenüber von Justizgebäuden setzen Rasenwellen ein Achtungszeichen, geben dem Ort Weite und ein unverwechselbares Gepräge.

Der Rasen darf betreten werden. Ein Be- und Entwässerungs-System und ein spezieller Schichtenaufbau geben Strapazierfähigkeit und halten den Pflegeaufwand in Grenzen. Die Brunnenanlage besteht aus einfachen geometrischen Körpern, die durch den Glasbelag und seine Beleuchtung bei Nacht geheimnisvoll schillern. Das Wasser der Fontäne ergießt sich darüber in großen Schwaden. Die Wasserrinne zeigt ein Spiegelbild der Fontäne und stellt, ebenfalls beleuchtet, eine optische Verbindung zwischen Brunnen und Pleiße her. Auf der großen Holzbank finden viele Besucher mit freiem Blick auf das Neue Rathaus und die Anlage Platz. Wasserrauschen läßt den Verkehrslärm vergessen. An den Namensgeber erinnert, wieder gut sichtbar, der Fritz-von-Harck-Stein. Westlich schließt die Anlage mit einer großzügigen Bepflanzung ab. Immergrüne Gehölze schaffen ein klares Gerüst. Buchsbaumhecken nehmen die geordnete Wellenrichtung auf, Rhododendren leiten locker zu baumbestandenen Villengärten über. Dazwischen wird es üppig blühen. Tulpen, Zierlauch und Lilien, Rittersporn, Lavendel und Anemonen zeigen das Werden und Vergehen, den Gang der Jahreszeiten.

Die Offenlegung des Pleißemühlgrabens entlang der Fritz-von-Harck-Anlage einschließlich des Promenadenweges entlang des Flusses wurde unter der Bauleitung des Amtes für Umweltschutz durchgeführt.







 

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