Förderverein Neue Ufer e.V. Leipzig - Projekt zur Freilegung von Pleiße- und Elstermühlgraben in Leipzig || www.neue-ufer.de

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Projekt zur Freilegung von Pleiße- und Elstermühlgraben in Leipzig


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Blick zur Beethovenbrücke<br>Foto:Heinz-Jürgen Böhme
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Blick zur Beethovenbrücke
Foto:Heinz-Jürgen Böhme

Prof. Kurt Masur ergreift das Wort<br>Foto: Heinz-Jürgen BöhmeProf. Kurt Masur ergreift das Wort
Foto: Heinz-Jürgen Böhme

Pleissemühlgraben zwischen Beethovenbrücke und Riemannstrasse geöffnet - feierliche Übergabe des Abschnittes erfolgte am 12. Juni 2007- voraussichtlicher Name "Mendelssohnufer" (muss vom Stadtrat noch beschlossen werden)


MENDELSSOHNUFER - Vorschlag zur Benennung einer Anlage im Zentrum des Musikviertels

von Heinz-Jürgen Böhme

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Mit dem Bau der Tiefgarage, der Freilegung des Pleißemühlgrabens und der Anlage eines terrassierten und begrünten Ufers eröffnen sich in der ehemaligen Gewandhausachse des Musikviertels neue Perspektiven. In zwei Workshops konnte zu wichtigen funktionalen und gestalterischen Punkten Konsens erreicht werden. Doch zur organischen Einbindung in den Stadtteil gehört noch eine andere Kategorie. So sieht ein in der Publikation NEUE UFER Nr. 6 dargelegtes Konzept für die Brücken des künftig komplett geöffneten Mühlgrabens im Musikviertel eine Neubenennung vor, die sich an den nach Musikern benannten Straßen orientiert: Schumannbrücke, Haydnbücke, Mozartbrücke und Beethovenbrücke. Unter diesem übergreifenden Aspekt, ist auch für den Abschnitt zwischen Mozart- und Beethovenstraße eine sinnvolle inhaltliche Widmung und eine entsprechende Ortsbezeichnung wünschenswert.
Vorgeschlagen wurde die Einordnung des standortlosen Denkmals für Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847) und der Name Mendelssohnufer. Dieser Vorschlag wurde inzwischen realisiert.




Gewandhaus mit Mendelssohn-Denkmal, Schmuckplatz, Simsonstraße und Pleißemühlgraben, um 1900
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Gewandhaus mit Mendelssohn-Denkmal, Schmuckplatz, Simsonstraße und Pleißemühlgraben, um 1900

Zur Vorgeschichte: 1936 ließen die Nationalsozialisten aus rassistischen Gründen in einer Nacht- und Nebelaktion das 1892 von Werner Stein geschaffene Mendelssohn-Denkmal von seinem Platz vor dem Gewandhaus entfernen, was den Rücktritt des damaligen Oberbürgermeisters Goerdeler zur Folge hatte. Als deutliches Bekenntnis wurde am 4. November 1947, dem 100sten Todestag des Musikers, vor der Gewandhausruine, exakt am Standort des alten, ein neues Mendelssohn-Denkmal enthüllt. Die Porträtstele schuf der Bildhauer Walter Arnold. Vor dem Abbruch des Gewandhauses erfolgte 1967 die Not-Umsetzung in die Fritz-von-Harck-Anlage. Seit Beginn der Umgestaltung der Anlage befindet sich das Denkmal im Mendelssohn-Haus in der Goldschmidtstraße.

Mit der Einbeziehung dieses Denkmals, das im Kontext zur Gewandhaus-Gedenktafel am Geisteswissenschaftlichen Zentrum steht, ist eine Akzentuierung der Freifläche sowie die würdige Wiederherstellung lokalhistorischer Zusammenhänge erreichbar: Ehrung des Komponisten, Gewandhauskapellmeisters und Mitbegründers des Leipziger Konservatoriums und Erinnerung an die kulturpolitisch bedeutende Denkmalgeschichte selbst. Die vorgeschlagene und vom Kulturamt der Stadt Leipzig mitgetragene Bezeichnung Mendelssohnufer ist sowohl der angestrebten Anlagenstruktur, wie auch dem ideellen Anspruch des Standortes im Zentrum des Musikviertels angemessen.

PROF. KURT MASUR AM KÜNFTIGEN MENDELSSOHNUFER

von Niels Gormsen

Kurt Masur besuchte mit seiner Frau Tomoko am 4. April 2007 das künftige Mendelssohn-Ufer am Pleißemühlgraben, der zur Zeit zwischen Beethoven- und Mozartstrasse freigelegt wird. Im Juni soll das dann fertiggestellte Bauwerk in Anwesenheit von Kurt Masur eingeweiht werden. Niels Gormsen und Joachim Krauskopf vom Vorstand des Fördervereins Neue Ufer Leipzig e.V. erläuterten das Vorhaben, das sich dadurch auszeichnet, dass die Böschung zum Pleißewasser in fünf Stufen abgetreppt wird. Die fünf Stufen symbolisieren fünf Notenlinien, auf denen die ersten Noten des e-Moll-Violinkonzerts von Mendelssohn durch Holzkuben dargestellt werden. Diese Idee begeisterte den Maestro ebenso wie die Absicht, den Uferweg nach Mendelssohn zu benennen, dessen Büste, geschaffen von Walter Arnold, mittlerweile dort wieder aufgestellt wurde.

Prof. Masur mit Gattin und Mitgliedern des Vereinsvorstandes am künftigen Mendelssohnufer<br>Foto:Mahmoud DabdoubProf. Masur mit Gattin und Mitgliedern des Vereinsvorstandes am künftigen Mendelssohnufer
Foto:Mahmoud Dabdoub

 

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