Förderverein Neue Ufer e.V. Leipzig - Projekt zur Freilegung von Pleiße- und Elstermühlgraben in Leipzig || www.neue-ufer.de

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Projekt zur Freilegung von Pleiße- und Elstermühlgraben in Leipzig


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AUSBLICK
In den nächsten Jahren ist erneut mit einer stärkeren Beanspruchung der Pleiße zu rechnen. Hierbei sind vor allem das neue Kraftwerk Lippendorf, das sein Kühlwasser aus dem Speicher Witznitz (Muldewasserüberleitung) bezieht und über die Faule Pfütze in die Pleiße einleiten wird, sowie die chemische Industrie in Böhlen zu nennen. Gleichzeitig wird mit Beginn der Flutung der Tagebau-Restseen Markkleeberg (2000 - 2010), Störmthal (2001 - 2010), Hain (1999 - 2005), Haubitz (2000 - 2005) und Kahnsdorf (1999 - 2004) (LMBV, 1998) die bisher eingeleitete Menge an Tagebausümpfungswasser vollständig entfallen.

Diese Entwicklung hat weitreichende Konsequenzen für die Gewässerbiozönose, weil dadurch

  • sich die "natürliche" Wasserführung verringert
  • der Wärmehaushalt des Gewässers verändert wird
  • eine höhere Belastung des Pleißewassers zu befürchten ist.

Zur Entlastung der Pleiße werden die bevorstehende Überleitung von Abwässern aus Lobstädt zur Kläranlage Espenhain und die 1998 beginnende Ertüchtigung der Kläranlage Markkleeberg beitragen. Für letztere ist allerdings die hohe Faulschlammbelastung des Vorfluters und Pleiße-Zuflusses Floßgraben zu beachten.

Darüber hinaus muß auch eine Aufwertung der Gewässerstruktur der Pleiße erfolgen, um ihren jetzigen, in weiten Teilen naturfernen Charakter zu verbessern und ihre Selbstreinigungskraft zu erhöhen. Dazu gehört die Ausstattung der vorhandenen Wehre und Gefällestufen mit Wanderungshilfen für Fische und andere Wassertiere, worüber zur Zeit nur das Connewitzer Wehr verfügt.
 

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