Förderverein Neue Ufer e.V. Leipzig - Projekt zur Freilegung von Pleiße- und Elstermühlgraben in Leipzig || www.neue-ufer.de

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Projekt zur Freilegung von Pleiße- und Elstermühlgraben in Leipzig


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März 2004
Das Stadtplanungsamt veranstaltet einen Ideenwettbewerb zur Alten
Elster und zum Stadthafen; am 19. März findet die Jury statt, zu der
Niels Gormsen und Heinz-Jürgen Böhme vom Förderverein als Gäste
eingeladen sind

Mai 2004
Die Publikation NEUE UFER 7 erscheint u.a. mit Texten zur
Bürgerbeteiligung an der Planung des PMG-Abschnitts Grassistraße und
Beiträgen zur geplanten Öffnung des EMG und der Alten Elster

18. Februar 2005
Baubeginn für den 1. Öffnungsabschnitt des EMG an der vorderen Jahnallee:

ERSTER SPATENSTICH FÜR DEN ELSTERMÜHLGRABEN IN DER JAHNALLEE

Am 18. Februar 2005 fand der symbolische erste Spatenstich für die Freilegung des ersten Abschnitts des Elstermühlgrabens in der Jahnallee statt. Redner waren Bürgermeister Holger Tschense und Niels Gormsen, der Vorsitzende des Fördervereins NEUE UFER. Einhellig wurde von allen Anwesenden der Beginn der Freilegung des Mühlgrabens begrüßt, der im Abschnitt der vorderen Jahnallee, dem ehemaligen Ranstädter Steinweg, seit 1878 überwölbt ist. Der Elstermühlgraben wird zunächst zwischen Rosentalgasse und Thomasiusstraße in einem neuen Flußbett geführt. Der alte, unter der Nordseite der Jahnallee verlaufende Wölbkanal wird bis auf ein kurzes Stück an der Jacobstraße verfüllt. Bis zum Jahr 2012 sollen auch die anderen, zu Beginn der 1960er Jahre verrohrten, Flußabschnitte bis zum Schreberbad geöffnet und neu gestaltet werden. Konfliktstoff bietet jedoch die Absicht der Stadtplanung, die Kleine Funkenburg, ein spätklassizistisches Baudenkmal mit überregionaler Bedeutung, dem Straßenausbau und der Flußführung zu opfern. Eine größere Gruppe von engagierten Bürgern brachte daher bei der Gelegenheit des ersten Spatenstichs ihren Protest gegen die nach wie vor kompromißlose Haltung der Stadtverwaltung zum Ausdruck. Mit Transparenten wie "Die Kleine Funkenburg gehört dazu!" forderten Mitglieder des Stadtforums, des Ökolöwen, des Bürgervereins Waldstraßenviertel e.V., des Pro Leipzig e.V. und des Ortskuratoriums der Deutschen Stiftung Denkmalschutz einen vernünftigen Ausbau der Jahnallee, den Erhalt des Baudenkmals und einen fachlichen Dialog. Kritisiert wurde vor allem die Ignoranz der Stadtverwaltung gegenüber erarbeiteten Alternativen und die Mißachtung sachorientierten bürgerschaftlichen Engagements.



BAUSTOPP
Nach Klagen gegen das Planfeststellungsverfahren zur Jahnallee wurde am 21. 2. 2005 ein gerichtlicher Baustopp verfügt. Die drei Kläger, darunter der Ökolöwe, wollen den vierspurigen Ausbau der mittleren Jahnallee und die damit verbundene hohe Feinstaubbelastung verhindern.



BALD WIEDER RANSTÄDTER STEINWEG
Nachdem in den zurückliegenden Jahren mehrfach von Stadthistorikern die Forderung nach Rückbenennung des vorderen Abschnitts der Jahnallee in Ranstädter Steinweg erhoben wurde, haben im Februar 2005 Stadträte aus vier Fraktionen (SPD, CDU, Grüne, FDP) in diesem Sinne einen gemeinsamen Antrag gestellt, der nun vom Stadtrat diskutiert werden muß.



FORTSETZUNG DER BAUARBEITEN
Das Bundesverwaltungsgericht hat am 1.4.2005 die drei Eilanträge abgewiesen und den Baustopp in der Jahnallee aufgehoben. Dies ist jedoch kein Entscheid in der Sache, die diesbezügliche Verhandlung steht noch aus.



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DIE KLEINE FUNKENBURG MUSS ERHALTEN BLEIBEN
Die Hoffnung stirbt zuletzt
Am Samstag, dem 9. April 2005, trafen sich über hundert Abrißgegner und Sympathisanten und bildeten eine Schutzkette um die Kleine Funkenburg. Neben zahlreichen Bürgern des Waldstraßenviertels und Vertretern des Stadtforums bekannten sich auch der Schriftsteller und Leipziger Ehrenbürger Erich Loest, Prof. Gert Wunderlich, Prof. Günter Jacobi, Dr. Barbara Höll und der frühere Kustos der Universität Rainer Behrends zum Erhalt des Baudenkmals. Es war eine Demonstration für einen behutsameren Umgang mit unserem kulturellen Erbe und eine Demonstration gegen das starre Festhalten an den Abrißplänen seitens der Stadtverwaltung. Alternative Planungen belegen: Die Kleine Funkenburg muss weder dem Verkehr noch der Freilegung des Elstermühlgrabens zum Opfer fallen.

15. Mai 2006
Übergabe des fertiggestellten vorderen Teils der Jahnallee, aus diesem Anlaß erfolgt die offizielle Rückbenennung des Straßenabschnitts in Ranstädter Steinweg.

 

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