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Projekt zur Freilegung von Pleiße- und Elstermühlgraben in Leipzig


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Visualisierung der Verlaufsvariante im historischen Flussbett hinter der Hauptfeuerwache

Visualisierung der Verlaufsvariante im historischen Flussbett hinter der Hauptfeuerwache

Wichtig! AKTUELL zum Pleißemühlgraben:

Ergebnis der Bürgerbeteiligung zur Offenlegung Pleißemühlgraben

LVZ vom 05.Apri 2018:
Pleißemühlgraben: Zwei Drittel für historischen Verlauf hinter der Feuerwehr

Das Rathaus hat gestern die Ergebmisse der Bürgerbeiteiligung zur Offenlegung des Pleißemühlgrabens veröffentlicht. Von den 339 Personen, die sich an der Abstimmung zum künftigen Innenstadt-Verlauf des Gewässers beteiligt hatten, sprachen sich 64 Prozent für die Wiederherstellung des historischen Verlaufs hinter der Hauptfeuerwache und nur 36 Prozent für ein neues Flussbett entlang des Goerdelerrings aus. "Das Ergebnis werden wir mit dem Stadtrat diskutieren", erklärte Heiko Rosenthal (Linke). Ein endgültiger Beschluss des Stadtrats ist im zweiten Halbjahr geplant.
Der Pleißemühlgraben wurde in den 1950er-Jahren überbaut. Teilabschnitte wie am Mendelssohnufer, vor dem Bundesverwaltungsgericht oder hinter der Ringbebauung zwischen Rudolph- und Gottschedstraße wurden bereits wieder offen gelegt. Vom künftigen Verlauf des Flussbettes hängen die Planungen zur Sanierung der Hauptfeuerwache ab.

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Zur zweiten „Dialogveranstaltung“ zum Verlauf des Pleißemühlgrabens

Der hier seit der Stadtgründung unveränderte Flusslauf ist das Symbol der kulturhistorischen Entwicklung, gleichsam die schützenswerte Seele des Ortes. Für das Amt für Stadtgrün und Gewässer gänzlich ohne Bedeutung – die 1000-Jahr-Feier ist eh vorbei.
Der blutleere und schematische Lageplan des Amtes ist symptomatisch und eine Zumutung für eine Bürgerveranstaltung. Nicht einmal Plan und Schaubild stimmen überein. So werden Absichten vernebelt. In den Texten zu den Standortkriterien ebenfalls falsche Angaben: die Großbäume im Südteil des Fleischerplatzes sollen nicht erhalten, sondern – wie die halbe Allee am Ring (!) – abgeholzt werden. Der ruhende Verkehr, heute ein unübersehbares Faktum mit mehr als 240 Stellplätzen im Umfeld der Feuerwache, wird im Verwaltungsentwurf gar komplett ausgeblendet.
Fazit: Lokale Geschichte ist für die Ämter keine Planungsgröße. Ein wirklicher Dialog mit den Bürgern war auch diesmal nicht gewünscht, Fragen wurden nur schriftlich akzeptiert. Selbst das sperrige Procedere für das Internet-Votum passt ins Bild.

Heinz-Jürgen Böhme
Förderverein Neue Ufer

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Leserbrief zur
Zweiten Phase Bürgerbeteiligung Verlauf Pleißemühlgraben

Die Bürgerveranstaltung zum Pleißeverlauf am 7. März mutete schon etwas merkwürdig an, es kam kein Dialog zustande, zu reglementiert das Konzept. Das Publikum hatte sich auf das Zuhören zu beschränken und durfte die Fragen nur schriftlich stellen.
In der Grundsatzfrage überzeugten die Argumente des Vereins Neue Ufer, da mit der Flussöffnung im historischen Verlauf erkennbar die größten Vorteile verbunden sind. Befremdlich, dass ausgerechnet diese Variante, die die reiche Kulturgeschichte dieses Viertels respektiert, von den städtischen Ämtern so vehement abgelehnt wird, eigentlich sollten sie doch selbst Bewahrer historischer Werte sein. Trotz mancher Wortakrobatik konnte die Stadtverwaltung ihre beschämende Geschichtsvergessenheit jedenfalls nicht kaschieren.
Renate Möller

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Antworten zum anlässlich der zweiten Dialogveranstaltung an den Förderverein Neue Ufer gerichteten Fragenkatalog:

1. Weiterer Verlauf? (Gemeint ist wohl der des Pleißemühlgrabens.)
Unterquerung Ranstädter Steinweg, vorbei am Überlauf Rosentalwehr/Rosentalbrücke, weiter bis Humboldtbrücke, Rosentaltor und Zöllnerbrücke bis hinein in den Zoo und dort bis zum Zufluss der Parthe, etwa im Bereich des Aquariums.

2. Parkplätze verlagern?
Die Tiefgarage unter dem Fleischerplatz bietet mit 300 Plätzen bei eingeschossigem Ausbau eine Lösung am Ort.

3. Wie werden Belange der Feuerwehr berücksichtigt?
Primär durch eine separate, unterirdisch an die Wache angebundene Tiefgarage, die nach den Kriterien der Feuerwehr ausbaubar sein soll. Sowie durch den Kompromiss eines eingeschossigen Baukörpers gegenüber der Feuerwache, der sich zur Aufstellfläche hin öffnet und zum Ring durch Hintergrünung abgeschirmt ist.

4. Gibt es Erkenntnisse, dass die historischen Ufermauern tatsächlich nutzbar sind?
Die Ufermauern im Bereich der Pleißewölbleitung sind gleichzeitig die Grundmauern der Feuerwache. Die Mauern sind nach Aussagen des Büros ISWT Leipzig sanierungsfähig und sanierungswürdig.
Nur die Kappen-Abdeckung des Kanals ist seit Jahrzehnten in einem desolaten Zustand.

5. Wie soll der Wegfall des Hofes der Feuerwache kompensiert werden?
Siehe Antwort 3.

6. Ist im Abschnitt Schauspielhaus eine Treppenufergestaltung möglich?
Nein, hier sind die Maßverhältnisse zu eng. Öffnung ist möglich, aber mit Kragstegen und Brücken. Plandarstellung für den Abschnitt siehe NEUE UFER Nr. 8, Seite 17
(Entwurf: Stadtplanungsamt Leipzig)

7. Was sagen Sie den LWB-Bewohnern, die ihr Auto auf dem Parkplatz im Naundörfchen abgestellt haben?
Die Tiefgarage Fleischerplatz sollte selbstverständlich anteilig Anwohnerparken ermöglichen.

8. Warum wird der öffentliche Stadtplatz (Goerdelerring) zum Hof der Feuerwache gemacht (neuer Garagenbau) und der Hinterhof der Feuerwache zum übergeordneten öffentlichen Raum stilisiert?
Es gibt derzeit keinen öffentlichen Stadtplatz am Goerdelerring, es gibt einen Vorplatz der Feuerwache mit Ausfahrt- und Aufstellflächen und mit nichtöffentlichen Parkplätzen. Vor der IHK gibt es nur einen Parkplatz, dazu kommt der Betriebshof mitten im Hof der umgebenden Wohnbebauung.
Unser Vorschlag sieht nur die Beibehaltung des Feuerwehrvorplatzes vor, die Anlage einer Tiefgarage und eine deutliche Aufwertung der anderen beiden öffentlichen Bereiche.
Lageplan und Visualisierungen sind unmissverständlich in ihren Aussagen.

9. Lärmbelästigung während der Bauarbeiten und Stellplätze während der Baumaßnahmen?
Hier geht es zunächst um eine Grundsatzentscheidung und noch nicht um die konkreten Bauabläufe. Jede Baumaßnahme ist mit vorübergehenden Einschränkungen verbunden.

10. Wer trägt die Kosten für die Eingriffe in die Bestandsgebäude?
Der Sanierungsbeschluss für die Hauptfeuerwache ist ergangen. Dazu gehören die Ufermauern, die hier auch die Grundmauern sind.

11. Wie werden die Anforderungen der Hauptfeuerwache berücksichtigt?
Siehe Antwort zu 3.

12. Folgen für angrenzende Gebäude (Standfestigkeit, Feuchtigkeit)?
Zahlreiche Gebäude säumen unmittelbar den Pleißemühlgraben, etwa im Bereich Lurgensteinsteg und Otto-Schill-Straße, bei fachgerechter Sanierung der Ufer- und Grundmauern sind diese Themen beherrschbar.

13. Ist der Baugrund mit all seinen Unwägbarkeiten voruntersucht worden?
Hier steht die Grundsatzfrage des Verlaufs des Pleißemühlgrabens an. Sein altes Flussbett ist vorhanden, ebenso große Teile der historischen Ufermauer.
Anders sieht es mit dem Neuverlauf des Flusses aus. Hier werden keine Fundamente zu erwarten sein, aber eine Vielzahl von unterirdisch verlegten Medienleitungen, die mit hohem Aufwand großräumig umverlegt werden müssten. Ob es schon Baugrunduntersuchungen für das geplante Hochhaus gegeben hat, ist nicht bekannt, aber wenig wahrscheinlich.

14. Sind die Kosten der Herrichtung des Hofes bei der Variante Goerdelerring bekannt?
Nein. Grundsätzlich dürften aber die Kosten für Abriss und Neubau der Garagenbauten Bestandteil der Sanierungskosten der Feuerwache sein.
Ob in diesen Kosten auch die kraftschlüssige Verfüllung der maroden Pleißewölbleitung enthalten ist, ist allerdings fraglich.

15. Wo soll die Hauptfeuerwache die Funktionen unterbringen, die sich jetzt auf dem Betriebshof befinden?
Beide Verlaufsvarianten des Flusses wurden auch von der Verwaltung für möglich und umsetzbar angesehen. Also gibt es auch für die Feuerwehr die Notwendigkeit, Funktionen und Abläufe auf den Prüfstand zu stellen, gegebenenfalls zu modifizieren und zu optimieren.
Die Verlagerung der Regionalleitstelle in die Gerhard-Ellrodt-Straße zeigt, dass Veränderungen möglich sind.
Die durchgreifende Verbesserung der Qualität und Ausstrahlung dieses altstadtnahen Viertels kann jedenfalls mit einer Konservierung des Garagenhofs und der Beibehaltung der Nutzung des Vorplatzes nach unserer Überzeugung nicht einhergehen.
Alternative Überlegungen und Vorschläge siehe unter 3.

16. Wie wird das „Integrierte Gewässerkonzept“ Leipzigs realisiert (20m3/s Durchfluss)?
Die schrittweise Freilegung von Pleiße- und Elstermühlgraben ist Teil des Hochwasserschutzkonzepts. Demnach soll zur Umgehung des Elsterbeckens der Pleißemühlgraben perspektivisch eine Durchflussmenge von ca. 8m3/s führen.

17. Was kostet diese Variante? Baudauer?
Für keine der beiden Varianten besteht eine belastbare Baukostenermittlung.
(Siehe auch Kriterienkatalog!) Es geht zunächst um die Verlaufsentscheidung.

18. Wo befindet sich der 2. Rettungsweg für die 130 Mitarbeiter und 15 000 Besucher?
Wie wird das Gebäude künftig versorgt (Anlieferung)?
Das Grundstück der IHK reicht bis zur Ufermauer, also bis zum Flussgrundstück, das sich in städtischem Besitz befindet. Die gegenwärtig hinter der IHK parkenden 10 PKW stehen somit überwiegend auf dem Flussgrundstück. Zum Grundstück der IHK gehört ein kleiner Hof, hier mündet der 2. Rettungsweg in Form einer stählernen Treppe. (Durchaus ausreichend, vorausgesetzt die erwähnten 15 000 Besucher kommen nicht alle am gleichen Tag.)
Im Fall einer Flussöffnung im historischen Verlauf besteht eine Möglichkeit in der Verlängerung des rückwärtigen Kragstegs der Feuerwache. Da das nördlich angrenzende Grundstück sich wohl noch im Eigentum der IHK befindet, kann andererseits beim Verkauf desselben (etwa an einen Hochhaus-Investor) ein Wegerecht erwirkt werden, um so eine Andienung des Hofes zu erreichen.

19. Stellt eine Tiefgarage mit 300 Stellplätzen nicht auch eine Vollversiegelung dar?
Keineswegs, doch sind im konkreten Fall zwei Bereiche zu unterscheiden:
1. Der Platz vor der Feuerwehr ist Ausfahrt- und Aufstellfläche, gleichzeitig Hubschrauberlandeplatz, hier ist eine belastbare durchgehende Pflasterung notwendig. Dieser Platz ist in dieser Form nicht verzichtbar und nimmt die Funktionen des aufgegebenen, also entsiegelten Garagenhofes auf.
2. Der Bereich vor IHK und Hochhaus wird oberirdisch vom ruhenden Verkehr befreit und kann ein intensiv begrünter Stadtplatz werden, bei Einhaltung der Befahrbarkeits- und Anleiterungsvorgaben für die Feuerwehr. Der Begrünung eines solchen Platzes sind heute kaum Grenzen gesetzt, wenn ein entsprechender Bodenaufbau geplant wird und eine kreative Landschaftsgestaltung umgesetzt werden kann.

20. Durch das Hochhaus würde sich ein Abschluss der vorgestellten Wegeführung ......?, sodass es die öffentliche Erlebbarkeit nicht geben würde.
Irrtum, der Fluss soll offen durch das Hochhaus geführt werden, ebenso wie die Uferpromenade. Damit wäre der Ort überraschend akzentuiert und durchaus in beiden Richtungen gut erlebbar.

21. Ist die Tiefgarage überhaupt umsetzbar, bzw. für die Stadt realisierbar?
Warum nicht, es könnte eine finanzielle Bündelung organisiert werden, in die auch die Mittel der Garagenneubauten für den Feuerwehrhof einfließen könnten. Auch die LWB könnte anteilig dabei sein, für ihre Anrainer, ebenso wie der Hochhaus-Investor.

22. Wie stellt sich Neue Ufer zu den Anforderungen der Feuerwache und eines möglichen Hochhauses?
Zur Feuerwache siehe 3. und 15.
Zum Hochhaus gibt es ein positives Bekenntnis und die genannten Anforderungen der offenen Durchquerung durch Fluss und Promenade.
Die letzte Frage sollte besser der Verwaltung gestellt werden, da sie nicht einmal die Notwendigkeit des ruhenden Verkehrs reflektiert hat.

23. Ist eine Tiefgarage notwendig?
Gefallen Ihnen die 240 oberirdischen Parkplätze besser? Warum sollte das Potential des Ortes nicht genutzt werden, zumal auch die Feuerwehr davon profitieren soll.

24. Ist der Erhalt der zweiten Alleereihe am Ring möglich, ohne die Tiefgaragenfläche zu sehr einzuschränken?
Das ist sicher in der Planung endgültig zu klären, die dreieckige Grundfläche des Platzes ist eh als Tiefgarage nicht einfach nutzbar. Aber grundsätzlich ist die Allee am Ring notwendig. Eine einfache Baumreihe wäre definitiv zu wenig.

25. Warum soll der historische Verlauf wieder kommen, wenn das Naundörfchen gar nicht mehr existiert?
Seltsame Logik. Warum die Mühlgräben öffnen, wenn es doch keine Mühlen mehr gibt? Warum schätzen wir historische Strukturen überhaupt? Warum finden wir es gut, wenn sich beispielsweise der längst verlorene Apelsche Garten heute wenigstens noch im fächerförmigen Straßenverlauf am Dorotheenplatz abbildet und in einem Straßen- und einem Kneipennamen anklingt?
Wenn viele historische Strukturen zerstört sind, kann die Konsequenz doch nicht darin liegen, nun auch noch alles Restliche preiszugeben und der Beliebigkeit zu opfern.
Im Gegenteil, der Pleißemühlgraben verweist nur in seinem historischen Verlauf auf all die verlorenen lokalen Bezüge und sollte uns daher wichtig und wertvoll sein.

26. Wie soll dem Problem der Geräuschentwicklung (u.a. im Sommer) für die Anwohner begegnet werden?
Die Straßenseite am Ranstädter Steinweg ist extrem stark belastet. Die Aufgabe des Betriebshofes der Feuerwehr und die Aufgabe des LWB-Parkplatzes dürften für die Anwohner wenigstens auf der Hofseite einen spürbaren Grundzuwachs an Ruhe bringen.

27. Wie soll Vandalismus und „unerwünschten Gästen“ vorgebeugt werden, um die Anwohner nicht zu beeinträchtigen?
Vandalismus und ungebetene Gäste gab und gibt es in allen Teilen der Stadt.

28. Wird an den Uferpromenaden FKK möglich sein?
Ja, unbedingt, freier Fluss und freie Körper.

29. Kosten der eingeschossigen Tiefgarage?
Es gibt dafür noch keine Kostenermittlung. Sonst trifft die Antwort auf 21. zu.

30. Besteht überhaupt Bedarf an einem großen Fleischerplatz?
Es wird zwei Plätze geben, einen größeren vor der Feuerwache mit monofunktionaler Nutzung und einen kleineren, spitz zulaufenden Stadtplatz vor der IHK und am Fuße des Hochhauses mit multifunktionaler Nutzung.

31. Gibt es seitens der LWB ein Bekenntnis zur Flächenbereitstellung bezüglich der massiven Umgestaltung und bestehender Nutzungskonflikte (Entsiegelung Parkplatz/Kita)?
Die LWB hat bereits 2007 eine Untersuchung zum Bau von Stadthäusern an dieser Stelle vorgenommen. Aber die Tendenz geht wohl leider nicht in Richtung hof- und grünverträgliche Kita, sondern eher in Richtung einer massiveren Wohnbebauung.
Noch ist die Planungskatze hier nicht aus dem Sack.

Heinz-Jürgen Böhme
Förderverein Neue Ufer Leipzig e.V.

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Zweite Phase der Bürgerbeteiligung (07.März 2018)

- Zweite Bürgerveranstaltung am 7. März, 18 bis 21 Uhr, in der IHK zu Leipzig Goerdelerring 5
- ab 16 Uhr Ortsbegehungen (Treffpunkt: Haupteingang der IHK zu Leipzig, Goerdelerring 5.)

LVZ vom 26.2.2018:

Pleißemühlgraben:
Zweite Phase der Bürgerbeteiligung beginnt

Die zweite Phase der Bürgerbeteiligung zur Offenlegung des Pleißemühlgrabens im Bereich der Leipziger Hauptfeuerwache hat begonnen. Ab sofort ist im Internet wieder die Meinung der Leipziger gefragt.
Nachdem in der ersten Phase die Kriterien für die Bewertung der künftigen Verlaufsvarianten des Pleißemühlgrabens diskutiert wurden, können Bürger nun direkt einschätzen, wie gut die Verläufe die nun herausgearbeiteten Kriterien erfüllen und für welchen Verlauf sie sich entscheiden würden. Informationen zu beiden Varianten- entlang des Goerdelerrings oder im historischen Flußbett hinter der Hauptfeuerwache - sowie zur Onlinebeteiligung sind bis 18. März einzusehen.Danach werden die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung ausgewertet.
Noch in diesem Jahr wird der Stadtrat darüber entscheiden, ob der Pleißemühlgraben künftig vor oder hinter der Hauptfeuerwache verlaufen soll.
Neben der Onlinebeteiligung lädt die Stadt die Leipziger Bürger ein, sich vor Ort zu informieren und ihre Meinung abzugeben:
Im Rahmen einer zweiten Bürgerveranstaltung am 7. März, 18 bis 21 Uhr, in der IHK zu Leipzig stellen Stadtverwaltung Leipzig sowie Förderverein NEUE UFER e.V. die Verlaufsvarianten vor. Im Vorfeld finden am gleichen Tag ab 16 Uhr Ortsbegehungen statt (Treffpunkt: Haupteingang der IHK zu Leipzig, Goerdelerring 5.)
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Vorgesehener Ablauf:

16.00 Ortsbegehung durch Amt für Stadtgrün und Gewässer und Förderverein NEUE UFER

16.45 Ortsbegehung durch Amt für Stadtgrün und Gewässer und Förderverein NEUE UFER

17.30 Einlass; jeder Bürger erhält
1 Stimmzettel mit Kategorien
1 Karte für Fragen an ASG
1 Karte für Fragen an Neue Ufer
18.00 Begrüßung durch Herrn Dittmar, Amtsleiter des Amtes für Stadtgrün und Gewässer.

Der Moderator (Büro NeulandQuartier) erläutert das weitere Vorgehen bei der Präsentation der Varianten (Redezeiten, Fragemöglichkeiten) und präsentiert das Zwischenergebnis aus der ersten Dialogveranstaltung vom 30.Nov. 2017 mit den daraus resultierenden Kriterien und mit Bezug zu den ausgehändigten Stimmzetteln.

18.30 Vorstellung der Entwürfe durch Amt für Stadtgrün und Gewässer Förderverein NEUE UFER,

Wechselseitige Beantwortung der Kriterien durch ASG und Neue Ufer

19.50 Überleitung zur Fragerunde

Einsammeln der Karten für Fragen an ASG und Neue Ufer

Wechselseitige Beantwortung der zufällig gezogenen Fragen der Bürgen
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Erste Phase der Bürgerbeteiligung (Nov. 2017)

- Im Zusammenhang mit der Sanierung der Hauptfeuerwache stehen Entscheidungen zur Öffnung des Pleissemühlgrabens zwischen Käthe-Kollwitz-Strasse und Ranstädter Steinweg an.
Lt. LVZ vom 23.10.2017 "ist die Stadt gezwungen, bis Mitte 2018 den Trassenverlauf für den noch verrohrten Pleissemühlgraben festzulegen. Umweltbürgermister Heiko Rosenthal versichert, dass die Bürgerbeteiligung als "ergebnisoffene Variantendiskussion" stattfinde. Das erste von zwei öffentlichen Foren zum Trassenverlauf sei für den November geplant."
Zu diesem Thema hat der Verein NEUE UFER e.V. im Sommer dieses Jahres die Dokumentation

"Ortsbildprägend,schützenswert und mit großem Potenzial:
der Pleißemühlgraben im historischen Verlauf"

erarbeitet und bereits an die Stadträte sowie teilweise an die Bewohnern der anliegenden Häuser verteilt.
Als PDF ist der Folder nun für jedermann im Anschluss abrufbar.

Folder herunterladen 


- Darüber hinaus haben wir zu diesem Thema einen offenen Brief an die Leipziger Stadträte gerichtet, der die Position der Verwaltung (dargelegt in der "Informationsvorlage Nr. VI-DS-034840", Vermerk "nicht öffentlich") kritisiert und für die Beibehaltung des historischen Verlaufs plädiert.
Diesen Brief haben bereits mehr als 150 Personen unterzeichnet.

Offenen Brief herunterladen 


SPONSOREN gesucht!

- Für den Wasserspielplatz an der Spiessbrücke sind außer den bereits montierten Spielgeräten noch ein Wasserrad und eine archimedische Schraube geplant. Der Spielplatz wird von den Kindern und den Kindereinrichtungen der Umgebung mit Freude genutzt. Helfen Sie uns bitte, die Geräte zu finanzieren.

FÜHRUNGEN an den Mühlgräben

- Durch den Förderverein NEUE UFER e.V. werden Führungen für interessierte Gruppen angeboten.
Hinweis:
Wir arbeiten ehrenamtlich, unser Büro ist deshalb nur sporadisch besetzt. Bitte nutzen Sie zur Anfrage unser Kontaktformular.
Förderverein Neue Ufer e.V.
Otto-Schill-Straße 1 | 04109 Leipzig

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