Förderverein Neue Ufer e.V. Leipzig - Projekt zur Freilegung von Pleiße- und Elstermühlgraben in Leipzig || www.neue-ufer.de

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Projekt zur Freilegung von Pleiße- und Elstermühlgraben in Leipzig


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Das Projekt Neue Ufer

Pleißemühlgraben am Alten Amtshof
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Pleißemühlgraben am Alten Amtshof

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Die Freilegung und Rekultivierung von Elster- und Pleißemühlgraben in Leipzig



Die Leipziger Flüsse, einst wichtiger Faktor der Stadtgründung und jahrhundertelang Lebensadern der Stadt, wurden besonders in den 1940er Jahren durch die Dauereinleitung ungeklärter Industrieabwässer nachhaltig verseucht. Man sah die Lösung jedoch nicht in der Beseitigung der Ursachen, sondern lediglich im Unsichtbarmachen der Symptome.

Der Pleißemühlgraben wurde zwischen 1951 und 1956 auf über drei Kilometer Länge aus dem Stadtbild verdrängt, indem man ihn durch eine in das alte Flußbett gemauerte Wölbleitung kanalisierte bzw. Abschnitte gänzlich trockenlegte und verfüllte. Als rund zehn Jahre später auch noch der Elstermühlgraben verrohrt wurde, hatte Leipzig seine beiden wichtigsten zentrumsnahen Fließgewässer und damit rund fünf Kilometer innerstädtische Flußlandschaft verloren. Strukturelle Defizite und ein eminenter Verlust an Geschichte und Individualität der betroffenen Stadtteile waren die Folge. Am Ende der 1980er Jahre forderte eine Initiative von Künstlern und Architekten die Respektierung historischer Entwicklungslinien und die Freilegung und Neugestaltung der beiden Mühlgräben. In den ersten Jahren nach der Wende gelang es, diese Vision zu profilieren, mit der Aktion "Pleiße ans Licht" den kommunalen Sinn für die geschundenen Flüsse zu schärfen und das Projekt NEUE UFER entgegen vieler Vorbehalte in der Planung der Stadt zu verankern. So konnte mit finanziellen Mitteln von Stadt, Land und Bund sowie mit Hilfe von Investoren und Förderern im November 1996 der erste Spatenstich und im Juni 1999 die Übergabe der ersten drei fertiggestellten Bauabschnitte erfolgen.

Dieses so in Gang gekommene Vorhaben ist der Versuch, ein fast 50 Jahre brachliegendes Potential für die Urbanität Leipzigs schrittweise neu zu erschließen und damit vor allem ein elementarer Prozeß spezifischer Stadtreparatur, der kulturhistorische, städtebauliche und ökologische Aspekte in sich vereinigt.

 

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