SCHWERMETALLE, ALUMINIUM UND ORGANISCHE SPURENSTOFFE
Die Schwermetallbelastung ist geprägt durch Einträge aus dem Oberlauf sowie die Einleitung von Tagebausümpfungswasser in die Zuflüsse und direkt in das Gewässer. Bei Erreichen des Regierungsbezirkes Leipzig führt sie vor allem eine erhöhte Belastung mit Uran (6 bis 10 Mikogramm pro Liter) und Blei (bis zu 6 Mikogramm pro Liter) mit sich. Der Totalgehalt von Uran, Blei, Arsen, Chrom und Cadmium nimmt in Fließrichtung kontinuierlich ab, da im Untersuchungsgebiet keine weiteren Einträge bestehen. Die stärksten Veränderungen sind auf der Strecke zwischen Lobstädt und Böhlen zu verzeichnen. Hier verursachen die Mündungen von Gösel und Wyhra sowie die Einleitung von Tagebauwasser unterhalb des Trachenauer Wehres bei Blei, Chrom, Arsen und besonders Uran eine Konzentrationsabnah-me. Der Gehalt an Aluminium, Nickel, Kobalt und Zink steigt analog zur Belastung der einmündenden Gösel an. Das Maximum übersteigt hier bei Nickel mit 64 Mikogramm pro Liter noch den Grenzwert der Trinkwasserverordnung (TrinkwV, 1990), der Mittelwert der Jahre 1995/96 liegt jedoch mit 25,5 Mikogramm pro Liter schon unter dem Zielwert von 30 Mikogramm pro Liter (MURL NORDRHEIN-WESTFALEN, 1992). Bis Markkleeberg unterliegen die Konzentrationen der verschiedenen Metalle kaum noch einer Veränderung Triazine treten von Regis bis zur Mündung in hohen, jahreszeitlich schwankenden Konzentrationen und in breiter Palette auf. Im Sommer wurden bis zu 255 Mikogramm pro Liter Simazin und 250 Mikogramm pro Liter Metazachlor beobachtet.
Im Winter 1995/96 fiel an der Pleiße, insbesondere an Wehren, zeitweilig eine starke Schaumbildung auf. Die Ursache dafür ist in erster Linie in kommunalen Abwässern zu sehen. Die darin enthaltenen Tenside werden in langen Kälteperioden in Kläranlagen und Gewässern viel weniger biologisch abgebaut als in der warmen Jahreszeit. Zudem kommt es im Herbst mit dem Eintrag von Faullaub zu einer Anreicherung von Huminstoffen im Gewässer, die schaumstabilisierend wirken und schon geringe Tensidkonzentrationen zum Schäumen bringen.