ABSCHNITT: THOMASIUSSTRASSE - Interimsgestaltung
von Ursula WOJNIKOW | WALDSTRASSENVIERTEL, Nr.17/2001, S.11
Die ca. 800 qm große Grünfläche liegt im Erhaltungsgebiet "Waldstraßenviertel/ Bachstraßenviertel" auf dem Flurstück des überwölbten Elstermühlgrabens südlich der Jahnallee. Sie verbindet die Thomasiusstraße mit der Lessingstraße und ist Teil der Grünverbindung, die sich vom Schreberbad bis zur Rosentalgasse zieht.
Auf einer Teilfläche diesen Bereiches befand sich ein erneuerungsbedürftiger Kinderspielplatz mit Sandkasten und Bänken. Die daran angrenzende, stark zerfahrene Fläche wurde bisher als Parkstellplatz und private Baustelleneinrichtung genutzt.
Ziel der gestalterisch-funktionalen Aufwertung in diesem mit Grün unterversorgten Bereich ist die Zusammenführung beider Teilflächen, die Verbesserung des Spielangebotes sowie eine Ergänzung der Grünverbindung Zwischen dem Schreberbad und der Grünfläche am Poniatowskidenkmal. Der Verlauf des verdeckten Elstermühlgrabens wird gestalterisch durch ein tiefgelegtes Rasenband mit seitlichen Stahlbändern hervorgehoben. Die Flächen außerhalb des Rasenbandes werden mit Gräsern, Frühlingsblühern, verschieden Stauden und Gehölzen bepflanzt. Im Bereich der "Stichstraße Thomasiusstraße" werden auf der ehemaligen nördlichen Ufermauer die vorhandenen Granitabdeckplatten erhalten und gerichtet. Im Bereich der südlichen Ufermauer wird neben den originalen Sandsteinplatten der Verlauf der Grabenmauer durch eine Steinreihe dargestellt. Die Stadtbeleuchtung wird um drei Mastaufsatzleuchten Typ "Dieter II" ergänzt. Zur Begrenzung des Flussgrundstückes werden an Thomasius- und Lessingstraße Brückengeländer eingebaut. Diese geben bereits den Hinweis auf die später vorgesehene Offnung des Elstermühlgrabens und verhindern außerdem unrechtmäßiges Parken auf der neu gestalteten Fläche. Der Aufenthalts- und Spielbereich, bestehend aus einem Pflasterkreis mit Tiermotiven und Sitzmöglichkeiten, wird so ausgeführt, dass er bei der Flussöffnung erhalten bleibt.