LEIPZIGER FLUSSGESCHICHTE
1015
Erste Erwähnung Leipzigs als Burg
um 1100
Schottenmönche aus Erfurt gründen vor der Stadt die Jacobsparochie; Anlage des Pleißemühlgrabens als Verbindung zwischen Pleiße und altem Parthelauf; Errichtung der Barfußmühle
vor 1200
Anlage des Stadtgrabens; Errichtung der Burgmühle am Pleißemühlgraben als Wassermühle der Hauptburg; Anlage der Gerberkanäle (gespeist aus der Parthe)
um 1200
Bau der Thomasmühle; Anlage des Elstermühlgrabens; Anlage des südlichen Teils des Pleißemühlgrabens, um den Wasserzufluss für die Mühlen zu verstärken; Errichtung der Angermühle
vor 1300
Bau der Nonnenmühle
um 1300
Bau der Gohliser Wassermühle
1318
Erste Erwähnung des Rosentals
1351
Errichtung der Lohmühle an der Gerberbrücke
um 1350
Erste Erwähnung der Theklaer Mühle (Parthe)
1454
Poliermühle als Schiffsmühle betrieben (Pleißemühlgraben) bis 1683
1498
Erste Wasserleitung (von Marienborn bis Stötteritz)
um 1500
Erste Wasserkunst an der Nonnenmühle zur Trinkwasserversorgung der Stadt
1546
Herzog Moritz beginnt eine Neubefestigung der Stadt (Schönefelder Bastei)
1549
Fortsetzung der Festungsbauten, Neubau der Pleißenburg begonnen (Hieronymus Lotter)
1540
Erste Erwähnung der Wassermühle Dölitz (Mühlenbetrieb ruht seit 1974)
1611
Beginn des Floßbetriebs am Floßplatz - bis 1864 (jährlich ca. 15.000 Kubikmeter Holzscheite)
1663 1. September
Der Rat kauft vom Kurfürsten das Rosental
1700
Erster Schleusenbau (im Thomasgässchen)
1702 bis 1703
Die ersten Lindenalleen um die Stadt (Promenade zwischen Thomas- und Barfußpförtchen)
1714 12. Mai
Die Fischerinnung hält in Apels Garten auf der Pleiße (Mühlgraben) vor Kurfürst Friedrich August ein Fischerstechen ab und erhält ein Privileg darauf, seitdem alljährliche Volksbelustigung
1747
Die Beschleusung der Stadt beendet
1770
Beginn der Niederreißung der Basteien und der Ausfüllung der Stadtgräben
1783
83 Brunnen in der inneren Stadt
1785
Die "englischen Parkanlagen mit Schwanenteich und Schnekkenberg" werden vollendet (unter Bürgermeister C.W.Müller)
1798
Neubau der sog. "Schwarzen Kunst` an der Nonnenmühle
1799
Februar - Zerstörung des Straßendammes zwischen Leipzig und Lindenau durch Hochwasser (sog. "Aristokratenchaussee" von Baudirektor C.F.Dauthe)
1813 19. Oktober
vorzeitige Sprengung der Elsterbrücke am Ranstädter Steinweg beim Rückzug der napoleon. Truppen; Tod des polnischen Fürsten Poniatowski in der Elster
1831 bis 1850
Anlage eines Flutbettes und kleinerer Flutrinnen zwischen Leipzig und Lindenau zur Wasserregulierung
um 1855
Verfüllung des letzten Stadtgrabenstückes am Moritzdamm (Bereich heutige Schillerstraße)
1856
Baubeginn Karl-Heine-Kanal
1864 29. April
Gründung des ersten Schrebervereins (zur Beschaffung von Volksgärten und Kinderspielplätzen)
1865 30. Dezember
Versorgung der Stadt durch Hochdruckwasserleitung aus dem Connewitzer Werk
1866
Eröffnung des Schreberbades (ältestes Beckenfreibad Leipzigs)
1874
Verfüllung des Floßgrabens und Umgestaltung des alten Holzstapelplatzes zum Schmuckplatz
1879
Abbruch der Angermühle und Überwölbung des Elstermühlgrabens im Ranstädter Steinweg
1887 8. September
Versorgung Leipzigs durch das Wasserwerk Naunhof
1890
Abbruch der Nonnenmühle (Bereich heutige Karl-Tauchnitz-Straße)
1890 bis 1891
Weiterbau des Karl-Heine-Kanals von Saalfelder- bis Lütznerstraße; Wiederaufnahme der Personenschiffahn von Leipzig nach Lindenau (Dampfer "Columbus" und 'Neptun")
1894
Kläranlage Rosental
1896 Januar
Eröffnung des zweiten Naunhofer Wasserwerkes
1897 21. April
Beginn des Abbruchs der Pleißenburg 1898 Abbruch der Barfußmühle
1899 29. April
Eröffnung des Palmengartens mit Gesellschaftshaus (abgebrochen 1939) und Teichanlagen
1907 26. Juni
Die Stadt bewilligt eine Zinsgarantie von jährlich 300.000 Mark für den geplanten Bau des Elster-Saale-Kanals von Leipzig nach Kreypau
um 1910
Anlage des Auensees (ehem. Kiesgrube für den Bau des Hauptbahnhofes), der dort angelegte "Luna-Park" war eines der größten Vergnügungszentren Deutschlands
1912 bis 1922
Anlage des Elsterbeckens 1913 Versorgung Leipzigs durch Wasserwerk Canitz-Wasewitz
1913 bis 1917
Bau des Palmengartenwehres (Architekt Georg Wünschmann)
1924
Erste Ruderregatta auf dem neugebauten Elsterflutbett (Hochflutbecken)
1924
Verkauf der Harth an die Sächsische Braunkohlen-AG
1925
Verein zur Rettung der Harth
1927
Beginn der Baggerarbeiten zum Flutkanal
1933 bis 1934
Anlage des Elsterstausees
1933
Beginn des Baus des Elster-Saale-Kanals
1934 bis 1936
Luppe Regulierung
1938 27. Mai
Erster Spatenstich für Hafen des Elster-Saale-Kanals in Lindenau
1943 Frühjahr
Einstellung der Bauarbeiten am Kanalhafen
1943 4. Dezember
Zerstörung der Rannischen Vorstadt
1944
Zerstörung der Thomasmühle
1951
Überwölbung des Pleißemühlgrabens vom Germania-Bad bis Rosentalwehr
1952 24. Mai
Einweihung des Schwimmstadions
1954 Juli
Überschwemmung in Leipzig; Innere Westvorstadt ist besonders betroffen (sog. "Jahrhunderthochwasser" durch tagelange Niederschläge in Sachsen)
1960
Beginn des öffentlichen Badebetriebs am "Bagger" (Thekla)
1963 bis 1965
Verrohrung des Elstermühlgrabens vom Schreberbad bis zur Friedrich-Ludwig-Jahn-Allee
1970 bis 1972
Zerstörung des Rokoko-Parks Prödel (Tagebau Zwenkau)
1973 Mai
Offizielle Übergabe des Kulkwitzer Sees als Gebiet der Naherholung (2 ehemalige Tagebaurestlöcher/ca. 150 ha Wasserfläche)
1973 bis 1977
Verlegung der Weißen Elster (Tagebau Zwenkau)
1977 21. Dezember
Flutung des neuen Elsterbettes
1981 Juli
Beginn Tagebau Cospuden/Zerstörung des Aue-Waldes in der Lauer
1986
Zerstörung der Wasserburg Lauer
1989 November
Gründung des ÖKOLOWEN
1990
Bürgerinitiative "Stoppt Cospuden"
1990 21. Dezember
Übergabe des Schleußiger Teilungswehres