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Projekt zur Freilegung von Pleiße- und Elstermühlgraben in Leipzig


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AKTUELLER STAND PLEISSEMÜHLGRABEN GOERDELER-RING/FEUERWACHE Nov./2018

NEUE UFER: Amtsdünkel und Zahlenpopanz

„Jedem Bürger steht es offen, aktiv die Aufgaben der Kommune zu beeinflussen. Auf verschiedenen Wegen können sich Bürgerinnen und Bürger informieren, Meinungen bilden, Standpunkte einbringen und Entscheidungen mitgestalten. Nutzen Sie diese und mischen Sie sich ein!“ – „Unser Gemeinwesen gestalten wir gemeinsam!“

Während gefällige städtische Slogans ein Idealbild vorgaukeln, ernüchtert die Realität. Es ist ein ziemlicher Affront, was die Verwaltung in puncto Pleißemühlgraben da bietet. Sie hat offenbar den Willen und das Gespür für kommunales Miteinander völlig verloren.
Bürgerbeteiligung musste ihr geradezu abgetrotzt werden. „Ihre Meinung ist uns wichtig!“ und „Das Ergebnis ist offen“ hieß es dann scheinheilig – eine Farce.
Von einer „fachlichen Auseinandersetzung mit der Bürgerschaft“ konnte nie die Rede sein, im Gegenteil, das Amt für Stadtgrün und Gewässer zeigte sich absolut resistent gegen Impulse von außen. So ließ auch Bürgermeister Rosenthal keine Gelegenheit aus, süffisant auf die Unerschütterlichkeit der Amtsposition zu verweisen.
Das Ergebnis liegt nun auf dem Tisch. Die Ratsvorlage ist ein wortreiches Konglomerat aus Fakten, aber auch aus tendenziösen Bewertungen, hochstilisierten Marginalien, Auslassungen und einzelnen Falschangaben. Bezeichnend, dass der besonderen kulturhistorischen Wertigkeit des Flusslaufs nicht ein einziges Wort gewidmet ist.
Demagogischer Kernpunkt: Den Alternativvorschlag des Fördervereins Neue Ufer, den Vorplatz der Feuerwache maximal, auch mit Tiefgarage, zu nutzen, hielt man nicht für prüfenswert, stattdessen zog man eine angeblich notwendige „ergänzende Feuerwache“ nebst sattem Kostenpaket aus dem Ärmel. Dieser unsägliche Zahlenpopanz soll nun auch den letzten Zweifler beeindrucken und jede weitere Argumentation im Ansatz ersticken.
Wie gesagt, das Amt genügt sich selbst und der Macht der eigenen Position. Ein Korrektiv ist nicht in Sicht. Bleibt die Hoffnung, dass wenigstens die Stadträte die Bürgermeinung respektieren und auch sonst sehr genau hinschauen.
Übrigens: Alles Gute noch zum Jahr der Demokratie.

Heinz-Jürgen Böhme
Vorsitzender des Vereins NEUE UFER

LVZ vom 16.11.2018 "Beteiligung der Bürger war absurd" Pleißemühlgraben: CDU kritisiert Verwaltung

Mit Blick auf die von der Stadtverwaltung vorgesehene Verlegung des Pleißemühlgrabens erhebt die CDU schwere Vorwürfe. Den Rathaus-Plänen könne der Stadtrat aus ihrer Sicht nicht zustimmen, sagte Sabine Heymann. Die CDU-Stadträtin leitet den Fachausschuss für Stadterneuerung und Bau. Sie bemängelt ein intransparentes Abwägungsverfahren. Zudem sei der Auswirkung auf die weitere städtebauliche Entwicklung keine Beachtung geschenkt worden. "Es bleibt der fade Geschmack einer Bürgerbeteiligung, die eher eine Bürgerbeschäftigung war", kritisiert Heymann.
Wie berichtet, will die Verwaltung den Graben an den Goerdelerringverlegen - obwohl sich bei einem Beteiligungsverfahren 64 Prozent der Bürger dafür ausgesprochen hatten, den historischen Verlauf hinter der Feuerwache beizubehalten. Wie Bürgermeister Rosenthal (Linke) erklärte, sei die Verlegung des Flussbetts vor die Hauptfeuerwache rund zwölf Millionen Euro günstiger. Wenn der seit den 50er-Jahren verrohrte Fluss am historischen Ort geöffnet werde, würden Gebäude im Hof verloren gehen, die für technische Geräte und Werkstätten benötigt würden. im Ergebnis sei dann der Bau einer ganz neuen Feuerwache nötig.
Wie "Kai aus der Kiste" seien die zusätzlichen Kosten für den Werkstattbetrieb hervorgezaubert worden, wettert Heymann. Die jetzt veröffentliche Kostenabwägung hätte weit früher erfolgen müssen. Es sei "ein Mehraufwand bei der Bürgerschaft und in der Verwaltung für ein sichtbar absurdes Beteiligungsverfahren erzeugt" worden, erklärt Heymann. "Es fehlt jegliches Vertrauen in die Abwägung der Verwaltung bezüglich der Mehrkosten für die Hauptfeuerwache. Letztlich wäre es vielleicht ohnehin sinnvoller, die Werkstatt an einen weniger verkehrsstarken Ort zu verlegen und nicht zusätzlich Verkehr zu erzeugen." Heymann bezweifelt, dass alle Optionen geprüft wurden, um an einem anderen Ort die Funktionen unterzubringen, die nur zweitrangig etwas mit der Einsatzbereitschaft der Hauptfeuerwache zu tun hätten. Beim Gewässerbau seien zudem die Kosten einer Schwerlastbrücke für Einsatzfahrzeuge vernachlässigt worden.


Pro Leipzig: Stadtverwaltung konstruiert Kostenkeule zum künftigen Verlauf des Pleißemühlgrabens und hinterlässt offene Fragen



Der gestern seitens des Dezernats Umwelt, Ordnung, Sport vorgelegte Beschlussvorschlag für die Ratsversammlung bestätigt die Trassierung des Pleißemühlgrabens zwischen Käthe-Kollwitz-Straße und Ranstädter Steinweg parallel zum Goerdelerring weiter als Vorzugsvariante. Damit ignoriert die Stadtverwaltung nicht nur ein eindeutiges Bürgervotum für den historischen Trassenverlauf, sie blendet das jahrelange Bemühen von Bürgervereinen, insbesondere des Vereins Neue Ufer, und das Überwiegen der fachlichen Argumente für den historischen Trassenverlauf einfach aus. Da die Stadtverwaltung in den Auseinandersetzungen mit den Bürgern keine überzeugenden inhaltlichen Argumente für die eigene Variante finden konnte, hängte sie stets das Damoklesschwert der Kosten über das Thema. Nun zeigt die Kostenermittlung in der Beschlussvorlage eindeutig, dass die Freilegung des Pleißemühlgrabens im historischen Verlauf 15,58 Mio. Euro und die Neuverlegung an den Goerdelerring sogar 16,17 Mio. Euro kosten und die Variante der Stadtverwaltung damit sogar teurer sein würde. Da damit auch das allerletzte Argument der Stadtverwaltung für die eigene Variante zusammenzubrechen drohte, wurde in die Kosten kurzerhand eine potemkinsche „Ergänzende Feuerwache“ mit satten 14,91 Mio. Euro hineingerechnet. In Summe kostet demnach die Öffnung im historischen Verlauf mit allen Folgekosten 30,49 Mio. Euro während die von der Stadtverwaltung geplante Öffnung als Straßengraben am Goerdelerring mit allen (wohl auch kräftig heruntergerechneten) Nebenkosten nur 18,47 Mio. Euro kosten würde. Die konkreten Vorschläge des Vereins Neue Ufer zur Verlagerung eines hinter der Feuerwache liegenden Garagenhofes, wurden seitens der Stadtverwaltung in keiner Weise berücksichtigt und geprüft, wie gestern Rüdiger Dittmar, der Leiter des Amtes für Stadtgrün und Gewässer, zugab. Er konnte auch die Frage nicht beantworten, was die „Bürgerbeteiligung“ zum Verfahren gekostet hat. Dabei wäre eine Antwort einfach gewesen: Der Stadtverwaltung hat sie vor allem viel Zeit gekostet und ein externes Büro zur Moderation des Verfahrens – beides finanziert vom Steuerzahler. Den Akteuren vom Verein Neue Ufer und den anderen engagierten Bürgern hat sie vor allem Freizeit – möglicherweise auch vertane Lebenszeit – gekostet, dazu viel Vereinsgelder für Planungen und Visualisierungen. Der größte Verlierer in dem Verfahren ist aber die Stadtgesellschaft insgesamt. Ihr wurde eindeutig vor Augen geführt, dass Bürgerbeteiligung und Mitbestimmung in dieser Stadt zwar bei jeder Festtagsrede beschworen werden, in der Praxis aber unerwünscht sind oder ignoriert werden. Wenn Amtsleiter Dittmar einschätzt, dass das Verfahren „ein Gewinn für alle Seiten“ gewesen sei, dann grenzt das schon an Verhöhnung der engagierten Bürger. Der Stadtrat muss nun entscheiden, ob er dieser Ratsvorlage zustimmt, sie zurückweist oder gar einen Vorschlag aus den eigenen Reihen unterstützt. Er muss dabei auch entscheiden, ob die praktizierte Ignorierung der Bürgermeinung seitens einzelner Teile der Leipziger Stadtverwaltung weiter befördert werden sollte.

Dr. Thomas Nabert

Geschäftsführer
Pro Leipzig e. V.


Bürgervotum: 64% für den historischen Verlauf des Pleißemühlgrabens


Folder Seite 1 und 4<br>

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Folder Seite 2 und 3

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Statement von Heinz-Jürgen Böhme vom Verein NEUE UFER



Respekt vor der Geschichte und Mut für eine attraktive Stadtteilentwicklung

Die Sanierung der Hauptfeuerwache und die angestrebte Einordnung eines Hochhauses an der Spitze von Goerdelerring und Ranstädter Steinweg können positive Impulse für die umfassende Aufwertung des gesamten Viertels sein. Aus Sicht des Fördervereins Neue Ufer Leipzig e.V. ist der zentrale Teil dieser längst fälligen Stadtreparatur die Öffnung und Revitalisierung des Pleißemühlgrabens im angestammten Flussbett.

Der hier vorgestellte Folder des Fördervereins zeigt, dass sich mit der Aufgabe des Garagenhofs der Feuerwache zugunsten einer attraktiven Uferpromenade auch für das Innere des Quartiers ein spürbarer Zuwachs an urbaner Qualität eröffnet. Die Funktionen der Feuerwehr sind bei kluger Planung uneingeschränkt auf die Wache und ihren Vorplatz konzentrierbar.

Bereits im Oktober 2017 hatten sich in einem Offenen Brief etwa 150 Persönlichkeiten und Bürgervereine der Stadt, wie Pro Leipzig e.V., Waldstraßenviertel e.V., Naturschutz und Kunst – Leipziger Auwald e.V. sowie das Stadtforum Leipzig, gegen die vom Amt für Stadtgrün und Gewässer favorisierte Variante des Fluss-Neuverlaufs am Goerdelerring und für die vom Förderverein Neue Ufer Leipzig e.V. ehrenamtlich und mit Spendenmitteln erarbeiteten Vorschläge ausgesprochen.
Auch nach den zwei gut besuchten Bürger-Foren im November 2017 und im März 2018, in denen die Pro- und Contra-Argumente ausführlich gegenübergestellt wurden, ist das Abschlussvotum eindeutig: 64 Prozent stimmten für die Beibehaltung des historischen Verlaufs des Pleißemühlgrabens.

Nun entscheidet der Stadtrat über die künftige Entwicklung des Flusses und des Stadtteils. Fast drei Jahrzehnte nach dem denkwürdigen Herbst 1989 und angesichts der aktuellen Diskussion zum grundlegenden Wert bürgerschaftlichen Engagements wäre es fatales Signal, die bedeutenden kulturhistorischen Ortsbezüge des Pleißemühlgrabens, die alternativen Planungen sowie die Bekundungen der Bürger zu ignorieren.


Statement von Michael Liebmann vom Verein Pro Leipzig



Pleißemühlgraben: Stadtverwaltung missachtet Bürgerwille!
Wie die Leipziger Volkszeitung am 9.11.2018 berichtete, beabsichtigt die Stadtverwaltung, dem Stadtrat eine Beschlussfassung zukommen zu lassen, wonach der Pleißemühlgraben im Bereich des ehemaligen Naundörfchens nun doch vor die Hauptfeuerwache verlegt und nicht im historischen Verlauf geöffnet werden soll. Damit setzt man sich über ein eindeutiges Votum jener Leipziger Bürger hinweg, die zwischen November 2017 und März 2018 viel Zeit und Energie in ein aufwendiges und kostenintensives (!) Beteiligungsverfahren investiert hatten. Nach gut besuchten Diskussionsrunden, Führungen, Befragungen sowie zwei Online-Abstimmungen hatten sich 64 % der beteiligten Bürger für die Beibehaltung des historischen Verlaufs ausgesprochen. Die Verwaltung argumentiert demgegenüber mit höheren Kosten und angeblicher Funktionseinschränkung für die Feuerwehr – und das, obwohl der Verein Neue Ufer ein praktikables Alternativkonzept ausgearbeitet hatte, das die volle Einsatzfähigkeit der Feuerwehr garantiert. Nachdem im März das eindeutige Votum der Bürger bekannt wurde, versagte die Verwaltung die im Beteiligungsverfahren versprochene Anerkennung des Ergebnisses und verzögerte dessen Weitergabe an den Stadtrat – womöglich, um in diesen acht Monaten vor Ort vollendete Tatsachen zu schaffen, da der Umbau der Hauptfeuerwache bereits in vollem Gange ist. Die Absichtserklärung der Verwaltung ist nicht nur ein Schlag ins Gesicht aller Bürger, die Freizeit und Kraft für den Beteiligungsprozess opferten, sie ist auch ein Verrat an jenen Multiplikatoren, die sich die Verteidigung der Demokratie auf die Fahnen geschrieben haben. Auf genau diese Weise fördert man Politikverdrossenheit, Frustration und Radikalisierung. Bitte kein „Weiter so!“


LVZ 13.11.2018 - von Jens Rometsch



"Stadtverwaltung missachtet Bürgerwille"
Der Rathaus-Plan, den Pleißemühlgraben nun doch an den Ring zu verlegen, ruft Proteste hervor.

Es war zu erwarten. Nach der Entscheidung der Stadtverwaltung, dem Stadtrat doch die Verlegung des Pleißemühlgrabens an den Goerdelerring vorzuschlagen, hagelt es nun Proteste.
Das Rathaus setzte sich damit über ein klares Votum jener Leipziger Bürger hinweg, die zwischen November 2017 und März 2018 "viel Zeit und Energie in ein aufwendiges und kostenintensives Beteiligungsverfahren investiert hatten", kritisiert zum Beispiel der Verein Pro Leipzig. Er hat eine Erklärung mit der Überschrift "Stadtverwaltung missachtet Bürgerwille"auf seine Internetseite gestellt.
Wie berichtet, sprachen sich am Ende 64 Prozent der beteiligten Bürger für die Beibehaltung des historischen Flussverlaufs hinter der Hauptfeuerwache aus. Vereinsvorstand Michael Liebmann zeigt sich deshalb tief enttäuscht, dass das Umweltdezernat von Bürgermeister Heiko Rosenthal (Linke) dies übergehen wolle. "Nachdem im März das eindeutige Votum der Bürger bekannt wurde, versagte die Verwaltung die im Beteiligungsverfahren versprochene Anerkennung des Ergebnisses und verzögerte dessen Weitergabe an den Stadtrat", empörte er sich. Womöglich sei das geschehen, "um in diesen acht Monaten vor Ort vollendete Tatsachen zu schaffen, da der Umbau der Hauptfeuerwache bereits in vollem Gange ist. Auf genau diese Weise fördert man Politikverdrossenheit, Frustration und Radikalisierung", so Pro Leipzig.
"So geht Bürgerbeteiligung", meinte sarkastisch Wolfgang Stoiber vom Auenwaldschutzverein Nukla. "Ich bin aktuell als offizieller Vertreter der Grünen Liga Sachsen Teilnehmer des Runden Tisches zur Fortschreibung des sogenannten Wassertouristischen Nutzungskonzeptes. Wie der Name schon sagt: Fortschreibung. Da ist nichts mit Beteiligung. Wir sind mit etlichen Schriftstücken ausgestiegen. Wir wollen nicht, dass es irgendwann mal heißt, wir hätten zugestimmt."
Das Thema künftige Trasse des Pleißemühlgrabens solle wahrscheinlich am 12. Dezember 2018 im Stadtrat behandelt werden, hat Heiz-Jürgen Böhme vom Verein Neue Ufer gehört. Auch er bedauert die Haltung der Verwaltung, die Böhme wie folgt beurteilt:"Kein Umdenken, keine Erkenntnis, kein noch so geringes Einlenken, sondern stures Festhalten."
Die Hoffnungen der beteiligten Bürger und Vereine ruhten jetzt auf dem Stadtrat, so Böhme. Damit sich die dort vertretenen Parteien ein unverzerrtes Bild von den beiden Trassenvarianten machen könnten, werde ihnen der Verein Neue Ufer in den nächsten Tagen eine elektronische Mappe mit den wichtigsten Fakten und Richtigstellungen zu den Behauptungen der Stadtverwaltung zusenden.
Indes will Bürgermeister Rosenthal die Entscheidung seines Dezernates morgen bei einer Pressekonferenz erläutern.

Visualisierung der Verlaufsvariante im historischen Flussbett hinter der Hauptfeuerwache

Visualisierung der Verlaufsvariante im historischen Flussbett hinter der Hauptfeuerwache

Ergebnis der Bürgerbeteiligung zur Offenlegung Pleißemühlgraben



LVZ vom 05.Apri 2018:
Pleißemühlgraben: Zwei Drittel für historischen Verlauf hinter der Feuerwehr

Das Rathaus hat gestern die Ergebmisse der Bürgerbeiteiligung zur Offenlegung des Pleißemühlgrabens veröffentlicht. Von den 339 Personen, die sich an der Abstimmung zum künftigen Innenstadt-Verlauf des Gewässers beteiligt hatten, sprachen sich 64 Prozent für die Wiederherstellung des historischen Verlaufs hinter der Hauptfeuerwache und nur 36 Prozent für ein neues Flussbett entlang des Goerdelerrings aus. "Das Ergebnis werden wir mit dem Stadtrat diskutieren", erklärte Heiko Rosenthal (Linke). Ein endgültiger Beschluss des Stadtrats ist im zweiten Halbjahr geplant.
Der Pleißemühlgraben wurde in den 1950er-Jahren überbaut. Teilabschnitte wie am Mendelssohnufer, vor dem Bundesverwaltungsgericht oder hinter der Ringbebauung zwischen Rudolph- und Gottschedstraße wurden bereits wieder offen gelegt. Vom künftigen Verlauf des Flussbettes hängen die Planungen zur Sanierung der Hauptfeuerwache ab.

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Zur zweiten „Dialogveranstaltung“ zum Verlauf des Pleißemühlgrabens

Der hier seit der Stadtgründung unveränderte Flusslauf ist das Symbol der kulturhistorischen Entwicklung, gleichsam die schützenswerte Seele des Ortes. Für das Amt für Stadtgrün und Gewässer gänzlich ohne Bedeutung – die 1000-Jahr-Feier ist eh vorbei.
Der blutleere und schematische Lageplan des Amtes ist symptomatisch und eine Zumutung für eine Bürgerveranstaltung. Nicht einmal Plan und Schaubild stimmen überein. So werden Absichten vernebelt. In den Texten zu den Standortkriterien ebenfalls falsche Angaben: die Großbäume im Südteil des Fleischerplatzes sollen nicht erhalten, sondern – wie die halbe Allee am Ring (!) – abgeholzt werden. Der ruhende Verkehr, heute ein unübersehbares Faktum mit mehr als 240 Stellplätzen im Umfeld der Feuerwache, wird im Verwaltungsentwurf gar komplett ausgeblendet.
Fazit: Lokale Geschichte ist für die Ämter keine Planungsgröße. Ein wirklicher Dialog mit den Bürgern war auch diesmal nicht gewünscht, Fragen wurden nur schriftlich akzeptiert. Selbst das sperrige Procedere für das Internet-Votum passt ins Bild.

Heinz-Jürgen Böhme
Förderverein Neue Ufer

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Leserbrief zur
Zweiten Phase Bürgerbeteiligung Verlauf Pleißemühlgraben

Die Bürgerveranstaltung zum Pleißeverlauf am 7. März mutete schon etwas merkwürdig an, es kam kein Dialog zustande, zu reglementiert das Konzept. Das Publikum hatte sich auf das Zuhören zu beschränken und durfte die Fragen nur schriftlich stellen.
In der Grundsatzfrage überzeugten die Argumente des Vereins Neue Ufer, da mit der Flussöffnung im historischen Verlauf erkennbar die größten Vorteile verbunden sind. Befremdlich, dass ausgerechnet diese Variante, die die reiche Kulturgeschichte dieses Viertels respektiert, von den städtischen Ämtern so vehement abgelehnt wird, eigentlich sollten sie doch selbst Bewahrer historischer Werte sein. Trotz mancher Wortakrobatik konnte die Stadtverwaltung ihre beschämende Geschichtsvergessenheit jedenfalls nicht kaschieren.
Renate Möller

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Antworten zum anlässlich der zweiten Dialogveranstaltung an den Förderverein Neue Ufer gerichteten Fragenkatalog:

1. Weiterer Verlauf? (Gemeint ist wohl der des Pleißemühlgrabens.)
Unterquerung Ranstädter Steinweg, vorbei am Überlauf Rosentalwehr/Rosentalbrücke, weiter bis Humboldtbrücke, Rosentaltor und Zöllnerbrücke bis hinein in den Zoo und dort bis zum Zufluss der Parthe, etwa im Bereich des Aquariums.

2. Parkplätze verlagern?
Die Tiefgarage unter dem Fleischerplatz bietet mit 300 Plätzen bei eingeschossigem Ausbau eine Lösung am Ort.

3. Wie werden Belange der Feuerwehr berücksichtigt?
Primär durch eine separate, unterirdisch an die Wache angebundene Tiefgarage, die nach den Kriterien der Feuerwehr ausbaubar sein soll. Sowie durch den Kompromiss eines eingeschossigen Baukörpers gegenüber der Feuerwache, der sich zur Aufstellfläche hin öffnet und zum Ring durch Hintergrünung abgeschirmt ist.

4. Gibt es Erkenntnisse, dass die historischen Ufermauern tatsächlich nutzbar sind?
Die Ufermauern im Bereich der Pleißewölbleitung sind gleichzeitig die Grundmauern der Feuerwache. Die Mauern sind nach Aussagen des Büros ISWT Leipzig sanierungsfähig und sanierungswürdig.
Nur die Kappen-Abdeckung des Kanals ist seit Jahrzehnten in einem desolaten Zustand.

5. Wie soll der Wegfall des Hofes der Feuerwache kompensiert werden?
Siehe Antwort 3.

6. Ist im Abschnitt Schauspielhaus eine Treppenufergestaltung möglich?
Nein, hier sind die Maßverhältnisse zu eng. Öffnung ist möglich, aber mit Kragstegen und Brücken. Plandarstellung für den Abschnitt siehe NEUE UFER Nr. 8, Seite 17
(Entwurf: Stadtplanungsamt Leipzig)

7. Was sagen Sie den LWB-Bewohnern, die ihr Auto auf dem Parkplatz im Naundörfchen abgestellt haben?
Die Tiefgarage Fleischerplatz sollte selbstverständlich anteilig Anwohnerparken ermöglichen.

8. Warum wird der öffentliche Stadtplatz (Goerdelerring) zum Hof der Feuerwache gemacht (neuer Garagenbau) und der Hinterhof der Feuerwache zum übergeordneten öffentlichen Raum stilisiert?
Es gibt derzeit keinen öffentlichen Stadtplatz am Goerdelerring, es gibt einen Vorplatz der Feuerwache mit Ausfahrt- und Aufstellflächen und mit nichtöffentlichen Parkplätzen. Vor der IHK gibt es nur einen Parkplatz, dazu kommt der Betriebshof mitten im Hof der umgebenden Wohnbebauung.
Unser Vorschlag sieht nur die Beibehaltung des Feuerwehrvorplatzes vor, die Anlage einer Tiefgarage und eine deutliche Aufwertung der anderen beiden öffentlichen Bereiche.
Lageplan und Visualisierungen sind unmissverständlich in ihren Aussagen.

9. Lärmbelästigung während der Bauarbeiten und Stellplätze während der Baumaßnahmen?
Hier geht es zunächst um eine Grundsatzentscheidung und noch nicht um die konkreten Bauabläufe. Jede Baumaßnahme ist mit vorübergehenden Einschränkungen verbunden.

10. Wer trägt die Kosten für die Eingriffe in die Bestandsgebäude?
Der Sanierungsbeschluss für die Hauptfeuerwache ist ergangen. Dazu gehören die Ufermauern, die hier auch die Grundmauern sind.

11. Wie werden die Anforderungen der Hauptfeuerwache berücksichtigt?
Siehe Antwort zu 3.

12. Folgen für angrenzende Gebäude (Standfestigkeit, Feuchtigkeit)?
Zahlreiche Gebäude säumen unmittelbar den Pleißemühlgraben, etwa im Bereich Lurgensteinsteg und Otto-Schill-Straße, bei fachgerechter Sanierung der Ufer- und Grundmauern sind diese Themen beherrschbar.

13. Ist der Baugrund mit all seinen Unwägbarkeiten voruntersucht worden?
Hier steht die Grundsatzfrage des Verlaufs des Pleißemühlgrabens an. Sein altes Flussbett ist vorhanden, ebenso große Teile der historischen Ufermauer.
Anders sieht es mit dem Neuverlauf des Flusses aus. Hier werden keine Fundamente zu erwarten sein, aber eine Vielzahl von unterirdisch verlegten Medienleitungen, die mit hohem Aufwand großräumig umverlegt werden müssten. Ob es schon Baugrunduntersuchungen für das geplante Hochhaus gegeben hat, ist nicht bekannt, aber wenig wahrscheinlich.

14. Sind die Kosten der Herrichtung des Hofes bei der Variante Goerdelerring bekannt?
Nein. Grundsätzlich dürften aber die Kosten für Abriss und Neubau der Garagenbauten Bestandteil der Sanierungskosten der Feuerwache sein.
Ob in diesen Kosten auch die kraftschlüssige Verfüllung der maroden Pleißewölbleitung enthalten ist, ist allerdings fraglich.

15. Wo soll die Hauptfeuerwache die Funktionen unterbringen, die sich jetzt auf dem Betriebshof befinden?
Beide Verlaufsvarianten des Flusses wurden auch von der Verwaltung für möglich und umsetzbar angesehen. Also gibt es auch für die Feuerwehr die Notwendigkeit, Funktionen und Abläufe auf den Prüfstand zu stellen, gegebenenfalls zu modifizieren und zu optimieren.
Die Verlagerung der Regionalleitstelle in die Gerhard-Ellrodt-Straße zeigt, dass Veränderungen möglich sind.
Die durchgreifende Verbesserung der Qualität und Ausstrahlung dieses altstadtnahen Viertels kann jedenfalls mit einer Konservierung des Garagenhofs und der Beibehaltung der Nutzung des Vorplatzes nach unserer Überzeugung nicht einhergehen.
Alternative Überlegungen und Vorschläge siehe unter 3.

16. Wie wird das „Integrierte Gewässerkonzept“ Leipzigs realisiert (20m3/s Durchfluss)?
Die schrittweise Freilegung von Pleiße- und Elstermühlgraben ist Teil des Hochwasserschutzkonzepts. Demnach soll zur Umgehung des Elsterbeckens der Pleißemühlgraben perspektivisch eine Durchflussmenge von ca. 8m3/s führen.

17. Was kostet diese Variante? Baudauer?
Für keine der beiden Varianten besteht eine belastbare Baukostenermittlung.
(Siehe auch Kriterienkatalog!) Es geht zunächst um die Verlaufsentscheidung.

18. Wo befindet sich der 2. Rettungsweg für die 130 Mitarbeiter und 15 000 Besucher?
Wie wird das Gebäude künftig versorgt (Anlieferung)?
Das Grundstück der IHK reicht bis zur Ufermauer, also bis zum Flussgrundstück, das sich in städtischem Besitz befindet. Die gegenwärtig hinter der IHK parkenden 10 PKW stehen somit überwiegend auf dem Flussgrundstück. Zum Grundstück der IHK gehört ein kleiner Hof, hier mündet der 2. Rettungsweg in Form einer stählernen Treppe. (Durchaus ausreichend, vorausgesetzt die erwähnten 15 000 Besucher kommen nicht alle am gleichen Tag.)
Im Fall einer Flussöffnung im historischen Verlauf besteht eine Möglichkeit in der Verlängerung des rückwärtigen Kragstegs der Feuerwache. Da das nördlich angrenzende Grundstück sich wohl noch im Eigentum der IHK befindet, kann andererseits beim Verkauf desselben (etwa an einen Hochhaus-Investor) ein Wegerecht erwirkt werden, um so eine Andienung des Hofes zu erreichen.

19. Stellt eine Tiefgarage mit 300 Stellplätzen nicht auch eine Vollversiegelung dar?
Keineswegs, doch sind im konkreten Fall zwei Bereiche zu unterscheiden:
1. Der Platz vor der Feuerwehr ist Ausfahrt- und Aufstellfläche, gleichzeitig Hubschrauberlandeplatz, hier ist eine belastbare durchgehende Pflasterung notwendig. Dieser Platz ist in dieser Form nicht verzichtbar und nimmt die Funktionen des aufgegebenen, also entsiegelten Garagenhofes auf.
2. Der Bereich vor IHK und Hochhaus wird oberirdisch vom ruhenden Verkehr befreit und kann ein intensiv begrünter Stadtplatz werden, bei Einhaltung der Befahrbarkeits- und Anleiterungsvorgaben für die Feuerwehr. Der Begrünung eines solchen Platzes sind heute kaum Grenzen gesetzt, wenn ein entsprechender Bodenaufbau geplant wird und eine kreative Landschaftsgestaltung umgesetzt werden kann.

20. Durch das Hochhaus würde sich ein Abschluss der vorgestellten Wegeführung ......?, sodass es die öffentliche Erlebbarkeit nicht geben würde.
Irrtum, der Fluss soll offen durch das Hochhaus geführt werden, ebenso wie die Uferpromenade. Damit wäre der Ort überraschend akzentuiert und durchaus in beiden Richtungen gut erlebbar.

21. Ist die Tiefgarage überhaupt umsetzbar, bzw. für die Stadt realisierbar?
Warum nicht, es könnte eine finanzielle Bündelung organisiert werden, in die auch die Mittel der Garagenneubauten für den Feuerwehrhof einfließen könnten. Auch die LWB könnte anteilig dabei sein, für ihre Anrainer, ebenso wie der Hochhaus-Investor.

22. Wie stellt sich Neue Ufer zu den Anforderungen der Feuerwache und eines möglichen Hochhauses?
Zur Feuerwache siehe 3. und 15.
Zum Hochhaus gibt es ein positives Bekenntnis und die genannten Anforderungen der offenen Durchquerung durch Fluss und Promenade.
Die letzte Frage sollte besser der Verwaltung gestellt werden, da sie nicht einmal die Notwendigkeit des ruhenden Verkehrs reflektiert hat.

23. Ist eine Tiefgarage notwendig?
Gefallen Ihnen die 240 oberirdischen Parkplätze besser? Warum sollte das Potential des Ortes nicht genutzt werden, zumal auch die Feuerwehr davon profitieren soll.

24. Ist der Erhalt der zweiten Alleereihe am Ring möglich, ohne die Tiefgaragenfläche zu sehr einzuschränken?
Das ist sicher in der Planung endgültig zu klären, die dreieckige Grundfläche des Platzes ist eh als Tiefgarage nicht einfach nutzbar. Aber grundsätzlich ist die Allee am Ring notwendig. Eine einfache Baumreihe wäre definitiv zu wenig.

25. Warum soll der historische Verlauf wieder kommen, wenn das Naundörfchen gar nicht mehr existiert?
Seltsame Logik. Warum die Mühlgräben öffnen, wenn es doch keine Mühlen mehr gibt? Warum schätzen wir historische Strukturen überhaupt? Warum finden wir es gut, wenn sich beispielsweise der längst verlorene Apelsche Garten heute wenigstens noch im fächerförmigen Straßenverlauf am Dorotheenplatz abbildet und in einem Straßen- und einem Kneipennamen anklingt?
Wenn viele historische Strukturen zerstört sind, kann die Konsequenz doch nicht darin liegen, nun auch noch alles Restliche preiszugeben und der Beliebigkeit zu opfern.
Im Gegenteil, der Pleißemühlgraben verweist nur in seinem historischen Verlauf auf all die verlorenen lokalen Bezüge und sollte uns daher wichtig und wertvoll sein.

26. Wie soll dem Problem der Geräuschentwicklung (u.a. im Sommer) für die Anwohner begegnet werden?
Die Straßenseite am Ranstädter Steinweg ist extrem stark belastet. Die Aufgabe des Betriebshofes der Feuerwehr und die Aufgabe des LWB-Parkplatzes dürften für die Anwohner wenigstens auf der Hofseite einen spürbaren Grundzuwachs an Ruhe bringen.

27. Wie soll Vandalismus und „unerwünschten Gästen“ vorgebeugt werden, um die Anwohner nicht zu beeinträchtigen?
Vandalismus und ungebetene Gäste gab und gibt es in allen Teilen der Stadt.

28. Wird an den Uferpromenaden FKK möglich sein?
Ja, unbedingt, freier Fluss und freie Körper.

29. Kosten der eingeschossigen Tiefgarage?
Es gibt dafür noch keine Kostenermittlung. Sonst trifft die Antwort auf 21. zu.

30. Besteht überhaupt Bedarf an einem großen Fleischerplatz?
Es wird zwei Plätze geben, einen größeren vor der Feuerwache mit monofunktionaler Nutzung und einen kleineren, spitz zulaufenden Stadtplatz vor der IHK und am Fuße des Hochhauses mit multifunktionaler Nutzung.

31. Gibt es seitens der LWB ein Bekenntnis zur Flächenbereitstellung bezüglich der massiven Umgestaltung und bestehender Nutzungskonflikte (Entsiegelung Parkplatz/Kita)?
Die LWB hat bereits 2007 eine Untersuchung zum Bau von Stadthäusern an dieser Stelle vorgenommen. Aber die Tendenz geht wohl leider nicht in Richtung hof- und grünverträgliche Kita, sondern eher in Richtung einer massiveren Wohnbebauung.
Noch ist die Planungskatze hier nicht aus dem Sack.

Heinz-Jürgen Böhme
Förderverein Neue Ufer Leipzig e.V.

***




Zweite Phase der Bürgerbeteiligung (07.März 2018)

- Zweite Bürgerveranstaltung am 7. März, 18 bis 21 Uhr, in der IHK zu Leipzig Goerdelerring 5
- ab 16 Uhr Ortsbegehungen (Treffpunkt: Haupteingang der IHK zu Leipzig, Goerdelerring 5.)

LVZ vom 26.2.2018:

Pleißemühlgraben:
Zweite Phase der Bürgerbeteiligung beginnt

Die zweite Phase der Bürgerbeteiligung zur Offenlegung des Pleißemühlgrabens im Bereich der Leipziger Hauptfeuerwache hat begonnen. Ab sofort ist im Internet wieder die Meinung der Leipziger gefragt.
Nachdem in der ersten Phase die Kriterien für die Bewertung der künftigen Verlaufsvarianten des Pleißemühlgrabens diskutiert wurden, können Bürger nun direkt einschätzen, wie gut die Verläufe die nun herausgearbeiteten Kriterien erfüllen und für welchen Verlauf sie sich entscheiden würden. Informationen zu beiden Varianten- entlang des Goerdelerrings oder im historischen Flußbett hinter der Hauptfeuerwache - sowie zur Onlinebeteiligung sind bis 18. März einzusehen.Danach werden die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung ausgewertet.
Noch in diesem Jahr wird der Stadtrat darüber entscheiden, ob der Pleißemühlgraben künftig vor oder hinter der Hauptfeuerwache verlaufen soll.
Neben der Onlinebeteiligung lädt die Stadt die Leipziger Bürger ein, sich vor Ort zu informieren und ihre Meinung abzugeben:
Im Rahmen einer zweiten Bürgerveranstaltung am 7. März, 18 bis 21 Uhr, in der IHK zu Leipzig stellen Stadtverwaltung Leipzig sowie Förderverein NEUE UFER e.V. die Verlaufsvarianten vor. Im Vorfeld finden am gleichen Tag ab 16 Uhr Ortsbegehungen statt (Treffpunkt: Haupteingang der IHK zu Leipzig, Goerdelerring 5.)
***

Vorgesehener Ablauf:

16.00 Ortsbegehung durch Amt für Stadtgrün und Gewässer und Förderverein NEUE UFER

16.45 Ortsbegehung durch Amt für Stadtgrün und Gewässer und Förderverein NEUE UFER

17.30 Einlass; jeder Bürger erhält
1 Stimmzettel mit Kategorien
1 Karte für Fragen an ASG
1 Karte für Fragen an Neue Ufer
18.00 Begrüßung durch Herrn Dittmar, Amtsleiter des Amtes für Stadtgrün und Gewässer.

Der Moderator (Büro NeulandQuartier) erläutert das weitere Vorgehen bei der Präsentation der Varianten (Redezeiten, Fragemöglichkeiten) und präsentiert das Zwischenergebnis aus der ersten Dialogveranstaltung vom 30.Nov. 2017 mit den daraus resultierenden Kriterien und mit Bezug zu den ausgehändigten Stimmzetteln.

18.30 Vorstellung der Entwürfe durch Amt für Stadtgrün und Gewässer Förderverein NEUE UFER,

Wechselseitige Beantwortung der Kriterien durch ASG und Neue Ufer

19.50 Überleitung zur Fragerunde

Einsammeln der Karten für Fragen an ASG und Neue Ufer

Wechselseitige Beantwortung der zufällig gezogenen Fragen der Bürgen
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Erste Phase der Bürgerbeteiligung (Nov. 2017)

- Im Zusammenhang mit der Sanierung der Hauptfeuerwache stehen Entscheidungen zur Öffnung des Pleissemühlgrabens zwischen Käthe-Kollwitz-Strasse und Ranstädter Steinweg an.
Lt. LVZ vom 23.10.2017 "ist die Stadt gezwungen, bis Mitte 2018 den Trassenverlauf für den noch verrohrten Pleissemühlgraben festzulegen. Umweltbürgermister Heiko Rosenthal versichert, dass die Bürgerbeteiligung als "ergebnisoffene Variantendiskussion" stattfinde. Das erste von zwei öffentlichen Foren zum Trassenverlauf sei für den November geplant."
Zu diesem Thema hat der Verein NEUE UFER e.V. im Sommer dieses Jahres die Dokumentation

"Ortsbildprägend,schützenswert und mit großem Potenzial:
der Pleißemühlgraben im historischen Verlauf"

erarbeitet und bereits an die Stadträte sowie teilweise an die Bewohnern der anliegenden Häuser verteilt.
Als PDF ist der Folder nun für jedermann im Anschluss abrufbar.

Folder herunterladen 


- Darüber hinaus haben wir zu diesem Thema einen offenen Brief an die Leipziger Stadträte gerichtet, der die Position der Verwaltung (dargelegt in der "Informationsvorlage Nr. VI-DS-034840", Vermerk "nicht öffentlich") kritisiert und für die Beibehaltung des historischen Verlaufs plädiert.
Diesen Brief haben bereits mehr als 150 Personen unterzeichnet.

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Für den Wasserspielplatz an der Spiessbrücke sind außer den bereits montierten Spielgeräten noch ein Wasserrad und eine archimedische Schraube geplant. Der Spielplatz wird von den Kindern und den Kindereinrichtungen der Umgebung mit Freude genutzt. Helfen Sie uns bitte, die Geräte zu finanzieren.


FÜHRUNGEN an den Mühlgräben



Durch den Förderverein NEUE UFER e.V. werden Führungen für interessierte Gruppen angeboten.

Hinweis:
Wir arbeiten ehrenamtlich, unser Büro ist deshalb nur sporadisch besetzt. Bitte nehmen Sie Kontakt mit uns auf.
Förderverein Neue Ufer e.V.
Otto-Schill-Straße 1 | 04109 Leipzig

Kontakt

 

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