Förderverein Neue Ufer e.V. Leipzig - Projekt zur Freilegung von Pleiße- und Elstermühlgraben in Leipzig || www.neue-ufer.de

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Projekt zur Freilegung von Pleiße- und Elstermühlgraben in Leipzig


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ALLGEMEINE GEWÄSSERBESCHAFFENHEIT
Der Interpretation der Daten sei eine Bemerkung zu einem scheinbar nebensächlichen Aspekt vorangestellt - der in den vergangenen Wintern (wieder) zu beobachtenden Eisbildung auf der Pleiße. Dieser völlig normale Vorgang wurde zeitweise durch die Einleitung warmer Ab- und Kühlwässer unterbunden. Nicht selten traten im Unterlauf Januartemperaturen über 10 Grad Celsius auf. Temperaturabhängige Abbauvorgänge im Gewässer konnten deshalb rascher, als im Winter üblich, ablaufen und führten zu einer zusätzlichen Belastung des Sauerstoffhaushalts. Hier ist inzwischen eine deutliche Stabilisierung eingetreten. Allerdings trifft das in dieser Form nicht auf den Rückstaubereich von Wehren zu, wo noch immer sehr niedrige Sauerstoffgehalte und starke Schwankungen im Tagesgang festzustellen sind. Verantwortlich dafür sind vorhandene Faulschlammablagerungen und die Sekundärbelastung durch Algen.

DOC- und AOX-Konzentrationen kennzeichnen die Pleiße als mäßig bis stark belastet. Bedenklich sind auch die 90-Percentil-Werte des Ammoniums, die bei hohen pH-Werten, wie sie durch Fotosynthese von Wasserpflanzen oder Einleitung alkalischer Abwässer auftreten können, zur Bildung von fischgiftigem Ammoniak führen. Der Nitratgehalt steigt im Regierungsbezirk Leipzig nicht an, die hohen Werte sind demzufolge auf Vorbelastungen aus dem Oberlauf zurückzuführen. Die in Fließrichtung abnehmende Orthophosphat-Konzentration ist durch den hohen Eisengehalt des eingeleiteten Tagebauwassers bedingt. Sümpfungswässer sind auch die Ursache für den Anstieg des mittleren Sulfatgehalts um mehr als 100 mg/l zwischen Regis und Markkleeberg.

 

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